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Auf Kaufland verkaufen: Anforderungen & Tipps

Geschrieben von Nora Nenninger | 25.06.2026 07:00

Eine Registrierung, sieben Länder, über 32 Millionen monatliche Besucher allein in Deutschland: Kaufland öffnet Händlern den europäischen Massenmarkt ohne lokale Infrastruktur. Der Haken liegt im Detail – preissensible Käufer, strenge EAN-Pflicht und ein Algorithmus, der unsaubere Daten gnadenlos abstraft. Ob sich der Kanal lohnt, entscheidet sich an Sortiment, Preis und Datenqualität.

Der zur Schwarz-Gruppe gehörende Kaufland Global Marketplace hat sich in den vergangenen Jahren rasant zu einer der wichtigsten europäischen E-Commerce-Plattformen entwickelt. Für gewerbliche Händler stellt sich damit weniger die Frage, ob der Marktplatz Reichweite bietet, sondern ob das eigene Sortiment, die Preisstruktur und die operativen Prozesse zu seinen Anforderungen passen.

Die folgenden Abschnitte liefern die entscheidenden Fakten zu Gebühren, Voraussetzungen und strategischen Besonderheiten, und zeigen, wie sich der Kanal mit einer zentralen Plattform wie PlentyONE skalierbar und ohne manuellen Mehraufwand steuern lässt.

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist der Kaufland Marktplatz?
  • Für wen lohnt sich der Verkauf auf Kaufland?
  • Voraussetzungen: Was brauchen Sie als Kaufland Seller?
  • In wenigen Schritten zum Verkauf: Anmeldung und Onboarding
  • Kaufland Gebühren und Provisionen im Überblick
  • Vor- und Nachteile von Kaufland auf einen Blick
  • Kaufland im Vergleich zu Amazon, eBay und OTTO
  • Tipps für den erfolgreichen Verkauf auf Kaufland
  • Fazit: Mit der richtigen Strategie auf Kaufland skalieren
  • Häufig gestellte Fragen zum Verkaufen auf Kaufland

Was ist der Kaufland Marktplatz?

Der Kaufland Global Marketplace ist ein offener, generalistischer Online-Marktplatz, der sich im E-Commerce stark auf das Non-Food-Segment fokussiert hat. Er ging im Jahr 2020 aus der strategischen Übernahme der Plattform real.de hervor und gehört heute zur renommierten Schwarz-Gruppe. Als einer der größten Handelskonzerne Europas, zu dem unter anderem auch die Marke Lidl zählt, bringt die Schwarz-Gruppe eine gewaltige logistische und finanzielle Schlagkraft in den Onlinehandel ein.

Mit über 32 Millionen monatlichen Besuchern allein auf Kaufland.de bietet die Plattform Händlern eine enorme digitale Sichtbarkeit. Diese digitale Reichweite wird durch die physische Präsenz von rund 1.600 stationären Filialen in acht europäischen Ländern gestützt, was für eine außergewöhnlich hohe Markenbekanntheit und ein starkes Grundvertrauen der Konsumenten sorgt. Kunden kennen die Marke aus ihrem Alltag, was die Hemmschwelle für Online-Käufe signifikant senkt.

Aktuell verkaufen rund 13.000 Händler auf dem Marktplatz und bieten dort ein breites Sortiment in über 6.000 Produktkategorien an. Ein herausragendes Merkmal dieses Ökosystems ist die konsequente Internationalität. Eine einzige Registrierung ermöglicht es Händlern, ihre Produkte in bis zu sieben Ländern anzubieten: Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowakei, Frankreich, Italien und Polen. Zuletzt hat die Plattform ihr Netz mit dem Start in Frankreich und Italien weiter ausgebaut und treibt die europäische Expansion konsequent voran. Durch diese internationale Ausrichtung werden potenziell rund 139 Millionen Online-Kunden europaweit erreichbar, was den Marktplatz zu einem zentralen Baustein für grenzüberschreitenden E-Commerce macht.

Für wen lohnt sich der Verkauf auf Kaufland?

Ist Ihr Sortiment massenmarkttauglich, breit aufgestellt und preislich kompetitiv kalkuliert? Wenn Sie diese Frage mit einem klaren Ja beantworten können, bietet dieser Marktplatz ein hervorragendes Umfeld für Ihr weiteres E-Commerce-Wachstum. Die Zielgruppe der Plattform sucht gezielt nach einem breiten Angebot und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Marktplatz richtet sich vor allem an eine preissensible Käuferschaft, die gute Angebote im Non-Food-Bereich erwartet. Die Verkaufsdaten der vergangenen Jahre zeigen ein klares Bild der lukrativsten Segmente. Besonders umsatzstark waren 2024 Kategorien wie Möbel & Wohnen, Elektronik, Garten & DIY, Küche & Haushalt sowie Sport & Outdoor. Auch die Bereiche Baby & Kind, Fashion und Körperpflege & Gesundheit verzeichnen ein beständiges, hohes Suchvolumen. Wer in diesen Segmenten über wettbewerbsfähige Einkaufskonditionen verfügt, wird hier schnell Skalierungseffekte spüren.

Sowohl kleinere, inhabergeführte Onlineshops (SMB) als auch etablierte Enterprise-Händler finden hier passende Rahmenbedingungen. Für kleinere Händler ist der Marktplatz attraktiv, weil das Einstellen von Artikeln kostenlos ist und die Reichweite sofort ab dem ersten Tag zur Verfügung steht. Für Enterprise-Händler und große Marken liegt der Hauptnutzen in der unkomplizierten Internationalisierung. Die Möglichkeit, mit einem einzigen Account und einer zentralen Grundgebühr in mehrere europäische Länder zu expandieren, erspart den aufwendigen Aufbau eigener lokaler Infrastrukturen in den jeweiligen Zielländern.

Wann lohnt sich der Aufwand hingegen nicht? Wenn Sie ausschließlich margenschwache Nischenprodukte im Ultra-Premium-Segment vertreiben, hochgradig erklärungsbedürftige B2B-Spezialmaschinen anbieten oder handgefertigte Unikate ohne standardisierte Barcodes verkaufen. Auch reine Lebensmittelhändler finden hier trotz der Historie der Schwarz-Gruppe online nicht ihr primäres Publikum, da der digitale Marktplatz architektonisch und strategisch klar auf Non-Food-Artikel ausgerichtet ist.

Voraussetzungen: Was brauchen Sie als Kaufland Seller?

Ein professioneller Marktplatz erfordert professionelle Strukturen auf Händlerseite, um ein konstant hohes Qualitätsniveau für die Endkunden zu gewährleisten. Aus diesem Grund schließt die Plattform Privatverkäufe konsequent aus und setzt klare, unverhandelbare Rahmenbedingungen für die Teilnahme am Marktplatzgeschäft.

Um als Händler akzeptiert zu werden und dauerhaft erfolgreich zu verkaufen, müssen Sie bestimmte formale und operative Kriterien erfüllen. Diese Richtlinien dienen einerseits dem Schutz der Käufer vor Betrug und mangelhafter Ware, andererseits der Aufrechterhaltung einer sauberen und strukturierten Datenqualität im Katalog.

Folgende Voraussetzungen sind für jeden Händler zwingend zu erfüllen:

  • Gewerbliche Tätigkeit: Sie müssen die Ausübung eines angemeldeten Gewerbes offiziell nachweisen können. Privatpersonen sind vom Verkauf ausgeschlossen. Entsprechende Dokumente (Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug) werden beim Onboarding streng geprüft.
  • Offizielle Produktdaten: Für alle gelisteten Produkte ist eine offizielle, gültige EAN (GTIN) erforderlich. Ohne diese standardisierte Artikelnummer ist das Einstellen von Angeboten technisch nicht möglich. Eigenmarken-Hersteller müssen sich hierfür entsprechende Nummernkreise (z. B. bei der GS1) beschaffen.
  • Zuverlässige Erreichbarkeit: Ein exzellenter Kundenservice wird von der Plattform vorausgesetzt. Sie müssen als Händler telefonisch und per E-Mail für Kundenanfragen zuverlässig und innerhalb branchenüblicher Fristen erreichbar sein.
  • Einhaltung der Sortimentsrichtlinien: Der Verkauf von Artikeln aus verbotenen Kategorien ist strikt untersagt. Dazu zählen unter anderem illegale, gefährliche, diskriminierende oder stark reglementierte Güter. Verstöße führen in der Regel zur sofortigen Sperrung des Accounts.

In wenigen Schritten zum Verkauf: Anmeldung und Onboarding

Stellen Sie sich vor, Sie haben die strategische Entscheidung für den neuen Vertriebskanal getroffen, nun muss der operative Start möglichst reibungslos, fehlerfrei und zügig verlaufen. Das Onboarding bei Kaufland ist logisch strukturiert und lässt sich in wenigen klaren Phasen bewältigen, sofern Sie Ihre Daten vorab gut organisiert haben.

Der Prozess von der ersten Registrierung bis zum erfolgreichen Live-Gang Ihrer Produkte erfordert vor allem Sorgfalt bei den rechtlichen Dokumenten und der Aufbereitung der Produktdaten. Jeder Fehler in dieser Phase verzögert den Verkaufsstart.

So gehen Sie Schritt für Schritt vor:

  1. Registrierung durchführen: Besuchen Sie das offizielle Händlerportal und legen Sie ein Verkäuferkonto an. Hier legen Sie die primären Zugangsdaten für Ihr Unternehmen fest.
  2. Grundgebühr-Paket wählen: Entscheiden Sie sich für das passende Abonnement. Zur Wahl stehen in der Regel das Basic-Paket oder das Plus-Paket. Die Wahl hängt davon ab, ob Sie erweiterte Funktionen wie direkte Shop-Links oder detailliertere Auswertungen benötigen.
  3. Unternehmensdaten und Dokumente hinterlegen: Im Rahmen des KYC-Prozesses (Know Your Customer) laden Sie Ihre Gewerbeanmeldung, den Handelsregisterauszug, Ausweisdokumente der wirtschaftlich Berechtigten und steuerliche Nachweise hoch. Diese Dokumente werden von der Compliance-Abteilung geprüft.
  4. Produktlistings erstellen: Laden Sie Ihre Artikeldaten hoch. Dies kann manuell, per CSV-Datei oder automatisiert über eine Schnittstelle (API) geschehen. Achten Sie zwingend auf die korrekte Zuordnung der EAN/GTIN, hochwertige Bilder und detaillierte Beschreibungen.
  5. Versand vorbereiten: Aktuell wickeln Händler den Versand vollständig selbst ab (Fulfillment by Merchant). Den hauseigenen Service Fulfillment by Kaufland (FBK) hat die Plattform Anfang 2025 eingestellt. Eine modular aufgebaute Cross-Border-Fulfillment-Lösung ist in Vorbereitung. Stellen Sie sicher, dass Ihre Versandprozesse die plattformeigenen SLA-Vorgaben (z. B. zur Lieferzeit) erfüllen.
  6. Go-Live: Sobald Ihre Dokumente erfolgreich verifiziert sind und die Produktdaten den strengen Richtlinien entsprechen, können Sie Ihre Angebote aktivieren. Ab diesem Moment sind Ihre Artikel für Millionen von Kunden sichtbar.

Kaufland Gebühren und Provisionen im Überblick

Mit rund 4 bis 16 Prozent Verkaufsprovision (je nach Kategorie) bewegt sich Kaufland im marktüblichen Mittelfeld der großen europäischen E-Commerce-Plattformen. Die genaue Kostenstruktur ist transparent aufgebaut und setzt sich im Wesentlichen aus einer fixen monatlichen Grundgebühr und den variablen Provisionen pro verkauftem Artikel zusammen.

Die monatliche Grundgebühr fällt unabhängig von Ihren tatsächlichen Verkäufen an. Sie haben die Wahl zwischen dem Basic-Paket für 39,95 Euro und dem Plus-Paket für 59,95 Euro (jeweils zzgl. MwSt., Stand 2026). Ein großer strategischer Vorteil dieser Struktur ist, dass eine einzige Grundgebühr alle angebundenen Länder-Marktplätze abdeckt. Sie zahlen also nicht für jedes Land separat.

Das Einstellen von Angeboten (Listing) ist komplett kostenlos und in der Menge unbegrenzt möglich. Es gibt laut Anbieter keine versteckten Kosten, was die Kalkulation für Händler mit sehr großen Sortimenten stark vereinfacht.

Die Provision wird nur bei einem erfolgreich abgeschlossenen Verkauf fällig und berechnet sich prozentual vom Bruttoverkaufspreis (inklusive der vom Kunden gezahlten Versandkosten). Hier ein Auszug der offiziellen Provisionsbeispiele für die Kaufland-Marktplätze in Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowakei, Frankreich und Italien (für Polen gelten teils abweichende Sätze):

Produktkategorie

Verkaufsprovision

Computer, Unterhaltungselektronik

7 %

Haushaltsgroßgeräte

7 %

Reifen, Felgen, Kompletträder

7 %

Werkzeug & Gartengeräte

10 %

Parfüm

10 %

Möbel & Wohnen, Baumarkt

13 %

Sport & Outdoor, Babyprodukte

13 %

Haushaltskleingeräte & Elektronikzubehör

13 %

Körperpflege & Gesundheit, Spielwaren

13 %

Lebensmittel

13 %

Ein praxisnahes Rechenbeispiel: Verkaufen Sie ein Gartengerät für 100 Euro (inklusive Versandkosten), behält der Marktplatz 10 Prozent Provision ein. Sie erhalten in diesem Fall 90 Euro auf Ihr Händlerkonto ausgezahlt. Die Grundgebühr von 39,95 Euro zahlen Sie pauschal und unabhängig davon einmal im Monat.

Vor- und Nachteile von Kaufland auf einen Blick

Auf der einen Seite lockt eine gigantische Reichweite im europäischen Raum, auf der anderen Seite stehen strenge Vorgaben bei den Produktdaten und ein harter Preiswettbewerb. Eine schonungslose und ehrliche Abwägung der Vor- und Nachteile ist essenziell, bevor Sie zeitliche und personelle Ressourcen in die Anbindung eines neuen Marktplatzes investieren.

Wie jeder Vertriebskanal hat auch dieser spezifische Eigenheiten, die perfekt zu Ihrem Geschäftsmodell passen können – oder im schlimmsten Fall operative Reibungsverluste erzeugen, wenn Ihr Setup nicht darauf ausgerichtet ist.

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Aspekte für Händler detailliert zusammen:

Vorteile für Händler

Nachteile und Herausforderungen

Hohe Reichweite: Über 32 Millionen Besucher monatlich und eine außergewöhnlich starke Markenbekanntheit durch die stationären Filialen der Schwarz-Gruppe.

Preiskampf: Die Zielgruppe ist extrem preissensibel. Wer nicht den besten Preis bietet, verliert schnell an Sichtbarkeit, was den Margendruck massiv erhöhen kann.

Internationalisierung: Bis zu 7 Länder (inklusive der neuen Märkte Frankreich und Italien) sind mit nur einem einzigen Account und ohne mehrfache Grundgebühren erreichbar.

Strenge Datenanforderungen: Ohne offizielle GTIN/EAN ist kein Listing möglich. Der Algorithmus straft zudem unsaubere Feeds, fehlende Attribute oder schlechte Bilder mit massiven Sichtbarkeitsverlusten ab.

Transparente Kosten: Keine Gebühren für das Einstellen von Artikeln. Die fixe Grundgebühr gilt länderübergreifend und erleichtert die Skalierung großer Sortimente.

Support-Abhängigkeit: Bei Konflikten mit Endkunden hat der Marktplatz oft das letzte Wort, was Kulanzentscheidungen und Retourenquoten betrifft.

Händler-Support: Kostenfreier, persönlicher und mehrsprachiger Händler-Support für Verkäufer beim Onboarding und im laufenden Betrieb.

Hoher Wettbewerb: Rund 13.000 aktive Händler sorgen in den beliebten Non-Food-Kategorien für einen permanent starken Konkurrenzdruck.

Mehrsprachige Übersetzungen: Kaufland unterstützt Händler bei der Internationalisierung durch kostenfreie Übersetzungen von Produktdaten und Rechtstexten in die jeweiligen Landessprachen.

Eingeschränkte Fulfillment-Optionen: Kaufland bietet aktuell kein hauseigenes Fulfillment-Programm. Der bisherige Service FBK wurde Anfang 2025 eingestellt; eine Nachfolge-Lösung für Cross-Border-Fulfillment ist in Vorbereitung. Bis dahin müssen Händler die Logistik vollständig selbst organisieren.

Kaufland im Vergleich zu Amazon, eBay und OTTO

Die systematische Diversifizierung der Vertriebskanäle ist längst kein bloßer Trend mehr, sondern eine absolute Notwendigkeit für einen krisensicheren Onlinehandel. Wer sich breiter aufstellt, reduziert gefährliche Abhängigkeiten von einzelnen Algorithmen oder Plattformen. Doch wie schlägt sich Kaufland im direkten Vergleich mit den anderen Platzhirschen der Branche?

Jeder Marktplatz hat seine eigene Dynamik, eine spezifische Zielgruppe und eine individuelle Kostenstruktur. Während Amazon den Markt in vielen Bereichen dominiert, positionieren sich Plattformen wie OTTO oder Kaufland als starke Alternativen, die Händlern oft mehr Freiraum oder spezialisiertere Zielgruppen bieten.

Hier ist der direkte Vergleich der großen Player in der DACH-Region:

Marktplatz

Gebührenstruktur

Zielgruppe & Fokus

Besonderheiten

Kaufland

Grundgebühr ab 39,95 €/Monat, Provision 4–16 % (kategorieabhängig)

Preissensibler Massenmarkt, starker Fokus auf Non-Food

Schnell wachsendes Ökosystem, 7 Länder mit nur 1 Konto erreichbar.

Amazon

Grundgebühr 39,00 €/Monat, Provision je nach Kategorie ca. 5–15 % (vereinzelt darüber)

Sehr breite Masse, extrem hohe allgemeine Kaufbereitschaft

Gigantische Reichweite, aber extrem hoher Wettbewerb und strenge FBA-Logistik-Vorgaben.

eBay

Kein monatlicher Zwang (Shop-Abo optional ab ~40 €), Verkaufsprovision i. d. R. 10–12 % zzgl. Transaktionsgebühr

Schnäppchenjäger, Sammler, Käufer von B-Ware und Refurbished

Sehr breites Sortiment, Kombination aus Auktionen und Festpreisangeboten möglich.

OTTO Market

Grundgebühr 99,90 €/Monat, Provision 5–22 %

Mittleres bis gehobenes Segment, stark markenorientiert

Kuratierter Zugang (nicht jeder Händler wird zugelassen), hoher Anspruch an Nachhaltigkeit.

Wer Kaufland parallel zu Amazon, eBay oder dem eigenen Onlineshop betreibt, braucht eine zentrale Steuerung, sonst schmälert der manuelle Aufwand Ihre Margen erheblich.

Tipps für den erfolgreichen Verkauf auf Kaufland

Das manuelle Pflegen von Beständen, Preisen und Produktdaten über mehrere Kanäle hinweg führt unweigerlich zu Überverkäufen, fehlerhaften Listings und einem massiven operativen Aufwand. Wer auf Kaufland nicht nur präsent sein, sondern profitabel skalieren will, muss diese Bottlenecks von Beginn an eliminieren und auf automatisierte Prozesse setzen.

Der Such-Algorithmus und die Buy-Box Logik des Marktplatzes bevorzugen eindeutig vollständige, hochwertige und gut strukturierte Produktdaten. Saubere Feeds sind hier kein Luxus, sondern die absolute Grundvoraussetzung für Sichtbarkeit und Umsatz. Wenn Attribute fehlen, wird Ihr Produkt schlichtweg nicht gefunden.

Nutzen Sie daher eine professionelle Warenwirtschaft, die als Single Source of Truth für Ihr gesamtes Unternehmen fungiert. Mit einer Plattform wie PlentyONE lässt sich das zentrale Produktdatenmanagement präzise und kanalspezifisch aussteuern. Über sogenannte Channel Maps mappen Sie Ihre internen Attribute exakt auf die strengen Anforderungen von Kaufland, ohne die Stammdaten für Ihren eigenen Onlineshop oder andere Marktplätze verändern zu müssen.

Tipp: Achten Sie penibel auf Ihre Preisstrategie und Ihre zugesagten Lieferzeiten. Die begehrte Buy-Box auf Kaufland wird maßgeblich durch den besten Gesamtpreis (Artikelpreis plus Versandkosten) und die schnellste, verlässlichste Lieferzeit beeinflusst.

Ein weiteres kritisches Thema für wachsende Händler ist der Multichannel-Vertrieb. Wenn Kaufland nur einer von vielen Kanälen in Ihrem Portfolio ist, müssen Ihre Bestände zwingend automatisch synchronisiert werden. PlentyONE synchronisiert Bestände kanalübergreifend, sodass ein Verkauf auf Amazon, eBay oder im eigenen Onlineshop sofort den verfügbaren Bestand auf Kaufland reduziert. Das schützt Sie vor Stornierungen wegen Nichtlieferbarkeit, was ansonsten Ihr Händler-Ranking massiv beschädigen würde.

Der Marktplatz lässt sich über die dedizierte Kaufland-Integration tief in Ihre PlentyONE-Systemlandschaft einbinden. Das automatisiert nicht nur die Auftragsanlage und die Rückmeldung von Trackingnummern, sondern entlastet Ihr gesamtes Team im Tagesgeschäft von zeitraubender Prozessreibung.

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Fazit: Mit der richtigen Strategie auf Kaufland skalieren

Der Kaufland Marktplatz bietet enormes Potenzial. Wer die strengen Datenanforderungen meistert und wettbewerbsfähige Preise bietet, gewinnt Zugang zu Millionen neuer Kunden in ganz Europa.

Die Kombination aus starker Markenbekanntheit, transparenter Gebührenstruktur und internationaler Reichweite macht die Plattform zu einem hochattraktiven Kanal für gewerbliche Händler. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch in der operativen Umsetzung im Hintergrund. Nur wer seine Prozesse im Griff hat, profitiert von dieser Reichweite, ohne an manuellem Aufwand oder fehlerhaften Beständen zu ersticken.

Um Überverkäufe zu vermeiden und Produktdaten effizient zu steuern, benötigen Sie ein System für den gesamten E-Commerce-Betrieb. PlentyONE bündelt Aufträge, Produkte, Bestand und Versand in einer zentralen Plattform und macht Ihr Multichannel-Setup zukunftssicher.

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Häufig gestellte Fragen zum Verkaufen auf Kaufland

Hier finden Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen rund um den Verkauf auf Kaufland.

Wie hoch ist die Grundgebühr bei Kaufland?

Die monatliche Grundgebühr beträgt im Basic-Paket 39,95 Euro und im Plus-Paket 59,95 Euro (jeweils zzgl. MwSt.). Diese Gebühr fällt unabhängig von den getätigten Verkäufen an und deckt alle angebundenen Ländermarktplätze ab, was die internationale Expansion sehr kosteneffizient macht.

Kann man als Privatperson auf Kaufland verkaufen?

Nein, der Verkauf auf dieser Plattform ist ausschließlich gewerblichen Händlern vorbehalten. Sie müssen im Rahmen des Onboardings zwingend entsprechende rechtliche Dokumente wie eine Gewerbeanmeldung oder einen aktuellen Handelsregisterauszug vorlegen.

Was kostet der Verkauf insgesamt?

Neben der festen monatlichen Grundgebühr zahlen Sie eine prozentuale Verkaufsprovision, die je nach Produktkategorie zwischen rund 4 und 16 Prozent liegt. Das Einstellen der Artikel selbst ist kostenlos, es gibt keine versteckten Listing-Gebühren.

Wer steckt hinter dem Kaufland Marktplatz?

Der Marktplatz gehört zur Schwarz-Gruppe, einem der größten Handelskonzerne Europas, zu dem unter anderem auch die bekannte Marke Lidl gehört. Die Online-Plattform ging im Jahr 2020 aus der Übernahme und Umstrukturierung von real.de hervor.

Wie funktioniert der Versand bei Kaufland?

Aktuell wickeln Händler den Versand selbst ab (Fulfillment by Merchant). Den bisherigen hauseigenen Fulfillment-Service Fulfillment by Kaufland (FBK) hat die Plattform Ende Februar 2025 eingestellt. Kaufland arbeitet an einer neuen, modular aufgebauten Cross-Border-Fulfillment-Lösung, die zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch nicht offiziell verfügbar ist.