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ERP Guide ⏳ 9 Min Lesezeit

ERP-System Beispiele: Übersicht, Vergleich und Auswahlhilfe für E-Commerce

Welches ERP passt wirklich zu Ihrem Handel? Entdecken Sie konkrete System-Beispiele, vergleichen Sie die wichtigsten Software-Typen und finden Sie mit unserer Checkliste die Lösung, die Ihr Wachstum beschleunigt. 


PlentyONE Redaktion
E-Commerce Insights, 26. Februar 2026

Frau mit Ipad

Wer heute nach „Beispiel ERP-System“ sucht, steht oft vor einer unübersichtlichen Masse an Software-Namen, Fachbegriffen und Funktionslisten. Für Geschäftsführer und operative Leiter im Handel ist diese Intransparenz ein Risiko. Ein falsches System kann Prozesse lähmen, statt sie zu beschleunigen.

Dieser Artikel liefert Ihnen nicht nur eine Liste von Namen. Er bietet operativen Kontext. Sie lesen anhand von 12 konkreten Beispielen, wie sich ERP-Systeme unterscheiden, welche Schwerpunkte sie setzen und wie Sie bewerten, ob eine Lösung zu Ihrem Geschäftsmodell passt. Der Fokus liegt dabei auf der Realität moderner Handelsunternehmen, die Skalierbarkeit und Prozesssicherheit benötigen.

 

Warum überhaupt ein ERP-System? Typische Probleme, die ERP-Systeme lösen

Bevor Sie sich konkrete ERP-System-Beispiele ansehen, lohnt sich ein Blick auf die operative Notwendigkeit. Unternehmen führen ERP-Systeme selten aus Innovationsfreude ein, sondern weil der operative Schmerz zu groß wird.

Wenn Daten und Prozesse zwischen Einkauf, Lager, Verkauf und Buchhaltung nicht synchronisiert sind, entstehen Reibungsverluste, die Marge kosten. Typische Szenarien, die den Einsatz eines ERP-Systems erzwingen:

  • Bestandschaos und Überverkäufe: Ein Kunde kauft ein Geschenkset auf Kaufland, das aus drei Einzelprodukten besteht. Ohne ein zentrales System, das den Komponentenbestand sofort auf Amazon, eBay und im eigenen Shop reduziert, verkaufen Sie Einzelteile, die physisch bereits vergeben sind. Das Ergebnis sind Stornierungen, Retouren und Ranking-Verluste.

  • Fehlende Transparenz bei Retouren: Eine Retoure trifft im Lager ein, aber der Kundenservice weiß davon nichts. Die Rückerstattung verzögert sich, der Kunde beschwert sich, und die Ware kann nicht schnell genug wiederverkauft werden.

  • Manuelle Workarounds als Bottleneck: Ihr Team verbringt Stunden damit, Daten aus Excel-Listen in Versandportale oder Buchhaltungssoftware zu kopieren. Bei steigendem Auftragsvolumen skaliert dieser Prozess nicht mit – das Team ist überlastet, die Fehlerquote steigt.

Ein ERP-System löst diese Probleme durch eine zentrale Datenhaltung – alle Abteilungen arbeiten mit denselben, aktuellen Daten.

Was ist ein ERP-System? (Definition mit einem einfachen ERP-System-Beispiel)

Enterprise Resource Planning (ERP) bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, Ressourcen wie Kapital, Personal, Betriebsmittel, Material und IT-Systeme rechtzeitig und bedarfsgerecht zu planen und zu steuern. Ein ERP-System ist die Software, die diese Prozesse digital abbildet und automatisiert.

Um die abstrakte Definition greifbar zu machen, betrachten Sie ein einfaches ERP-System-Beispiel aus dem Handelsalltag:

  1. Auftragseingang: Ein Kunde bestellt ein Produkt im Onlineshop. Das ERP importiert den Auftrag automatisch.

  2. Verfügbarkeitsprüfung & Reservierung: Das System prüft den Lagerbestand, reserviert die Ware für diesen Auftrag und reduziert den verfügbaren Bestand auf allen anderen Verkaufskanälen (z. B. eBay) in Echtzeit.

  3. Logistik: Das Lagerteam erhält einen digitalen Pick-Auftrag. Nach dem Scannen der Ware erzeugt das ERP automatisch das Versandlabel beim Paketdienstleister.

  4. Fakturierung & Abschluss: Das System erstellt die Rechnung, versendet sie per E-Mail an den Kunden und übergibt die Transaktionsdaten an die Buchhaltungsvorbereitung.

Ohne ERP wären dies vier separate manuelle Schritte in unterschiedlichen Systemen. Mit ERP ist es ein durchgängiger Workflow.

Welche ERP-Systeme gibt es? ERP-Systeme im Überblick nach Typen

Es gibt nicht „das eine“ ERP. Der Markt differenziert stark nach Unternehmensgröße, Branche und technischer Bereitstellung. Ein Beispiel ERP-System für einen Automobilzulieferer ist für einen Onlinehändler völlig ungeeignet.

Hier eine kompakte Übersicht zur Orientierung:

Typen
Zielgruppe Stärken Typische Grenzen
Klassisches ERP (Allrounder) Branchenübergreifend, Dienstleistung, Produktion. Starke Finanzbuchhaltung, breite Einsetzbarkeit, HR-Module. Oft schwach bei speziellen E-Commerce-Prozessen (Marktplatz-Anbindungen, Retouren-Management).
Mittelstands-ERP KMU (10–200 Beschäftigte). Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, oft modular anpassbar. Skaliert bei extrem hohen Transaktionsvolumina (Massengeschäft) manchmal schwer.
Cloud-ERP (SaaS) Modernere Unternehmen, Startups bis Mittelstand. Schnelle Einführung, keine eigene Server-Hardware nötig, ortsunabhängig. Abhängigkeit von Internetverbindung, weniger tiefgreifendes Customizing als On-Premise.
Branchen-ERP Spezifische Nischen (z. B. Bau, Lebensmittel). Prozesse sind auf Branchenstandards (z. B. Chargenverfolgung, Aufmaß) zugeschnitten. Oft unflexibel, wenn das Geschäftsmodell die Branche verlässt (z. B. D2C-Verkauf).
E-Commerce ERP Onlinehändler, Multichannel-Seller, D2C-Brands. Unified Commerce Ansatz: Native Anbindung an Märkte, Shops & Logistik. Hohe Automatisierung. Deckt keine klassische Produktion oder Lohnbuchhaltung ab.

ERP-System Beispiele: 12 bekannte Lösungen

 Um Ihnen einen Marktüberblick zu verschaffen, werden Ihnen 12 Lösungen vorgestellt. Jedes dieser ERP-System-Beispiele hat einen spezifischen Fokus und eine ideale Zielgruppe. 

 

SAP (Beispiel für Enterprise-ERP)

SAP ist der weltweit größte Anbieter von Unternehmenssoftware und definiert oft den Standard für Großkonzerne. Produkte wie SAP S/4HANA zielen auf maximale Skalierbarkeit und internationale Prozesse ab. SAP deckt nahezu jeden Unternehmensbereich ab – von komplexer Fertigung über Konzern-Finanzbuchhaltung bis hin zu Personalwesen.

Einsatzfeld: Konzerne und gehobener Mittelstand mit komplexen, oft internationalen Strukturen und hohem Budget für Implementierung und Customizing. 

Oracle (Beispiel für Enterprise-ERP)

Ähnlich wie SAP spielt Oracle in der obersten Liga der ERP-Systeme (z. B. Oracle NetSuite). Oracle ist stark datenbankgetrieben und bietet sehr leistungsfähige Lösungen für Finanzwesen und Supply Chain Management in globalen Organisationen.

Einsatzfeld: Global agierende Unternehmen, die eine Cloud-First-Strategie (NetSuite) verfolgen und tiefe Finanz-Analytik benötigen. 

Sage (Beispiel für KMU-ERP)

Sage ist ein Klassiker im Bereich der kaufmännischen Software. Mit Lösungen wie Sage 100 adressiert der Anbieter mittelständische Unternehmen. Der Fokus liegt traditionell stark auf Finanzbuchhaltung, Warenwirtschaft und Personalabrechnung.

Einsatzfeld: Kleine und mittlere Unternehmen, die eine solide kaufmännische Basis suchen und keine hochspezialisierten E-Commerce-Anforderungen haben. 

Haufe X360 (Beispiel für Cloud-ERP im Mittelstand)

Haufe X360 (ehemals lexbizz) ist ein 360-Grad-Cloud-ERP, das auf der Technologie von Acumatica basiert. Es verbindet klassische ERP-Funktionen wie Fibu und Warenwirtschaft mit modernen Schnittstellen.

Einsatzfeld: Mittelständische Unternehmen, die eine moderne Cloud-Lösung suchen und Prozesse jenseits reiner Handelsware abbilden müssen (z. B. Dienstleistungen). 

weclapp (Beispiel für Cloud-ERP/All-in-One für KMU)

weclapp ist eine beliebte Cloud-Lösung für kleine bis mittlere Unternehmen. Das System ist bekannt für seine moderne Benutzeroberfläche und den schnellen Einstieg. Es integriert CRM, Warenwirtschaft und Projektmanagement.

Einsatzfeld: Dienstleister und kleinere Handelsunternehmen, die schnell starten wollen und ein integriertes CRM benötigen. 

myfactory (Beispiel für Mittelstands-ERP, häufig Cloud)

myfactory bietet integrierte Business-Software für KMU an. Die Lösung umfasst ERP, CRM, Fibu und B2B-E-Commerce in einem System. Es ist sowohl als Cloud- als auch als Private-Cloud-Lösung verfügbar.

Einsatzfeld: Handels- und Produktionsunternehmen im Mittelstand, die eine integrierte Gesamtlösung ohne komplexe Schnittstellenlandschaft bevorzugen. 

Scopevisio (Beispiel für Cloud-ERP im Mittelstand)

Scopevisio fokussiert sich stark auf Dienstleistungsunternehmen. Das System integriert CRM, Projekte, Abrechnung und Finanzbuchhaltung. Der Schwerpunkt liegt auf der Automatisierung administrativer Prozesse.

Einsatzfeld: Dienstleister, Agenturen und Berater, für die Projektzeiten und Abrechnung wichtiger sind als physische Lagerlogistik. 

deltra Business Software (Beispiel für ERP-Anbieter im DACH-Markt)

Mit „orgaMAX“ bietet deltra eine Lösung, die sich primär an Kleinstunternehmen, Handwerksbetriebe und Selbstständige richtet. Es ist oft der erste Schritt weg von Word und Excel hin zu professioneller Auftragsbearbeitung.

Einsatzfeld: Kleine Betriebe und Selbstständige, die Büroarbeit vereinfachen wollen. 

Microsoft Dynamics 365 (Beispiel für ERP/Business-Suite im Mittelstand/Enterprise)

Microsofts ERP-Lösung (insb. Business Central) ist tief in die Microsoft-Welt (Office, Teams, Outlook) integriert. Es ist sehr anpassbar und wird meist über Partner implementiert, die Branchenlösungen darauf aufbauen.

Einsatzfeld: Unternehmen, die bereits stark auf Microsoft setzen und eine Plattform suchen, die mit Partner-Add-ons fast jeden Prozess abbilden kann. 

Odoo (Beispiel für modulares ERP-System)

Odoo verfolgt einen Open-Source-Ansatz mit einem Kernsystem und tausenden von Apps/Modulen. Nutzer können sehr klein starten und Funktionen (Lager, Webseite, Fibu) nach Bedarf zuschalten.

Einsatzfeld: Unternehmen mit IT-Affinität, die ein sehr flexibles, modular wachsendes System suchen und bereit sind, Konfigurationen selbst oder mit Partnern vorzunehmen. 

Infor (Beispiel für Enterprise-ERP, oft branchennah)

Infor spezialisiert sich auf tiefe Branchenfunktionalitäten direkt „out of the box“, etwa für die Modeindustrie, Lebensmittelherstellung oder den Maschinenbau.

Einsatzfeld: Größere Mittelständler und Konzerne, die sehr spezifische Produktions- oder Branchenanforderungen haben und Standard-Anpassungen vermeiden wollen. 

PlentyONE (Beispiel für E-Commerce ERP, Unified-Commerce-Ansatz)

PlentyONE ist ein E-Commerce ERP, das den Unified-Commerce-Ansatz verfolgt. Das bedeutet: Alle Vertriebskanäle (Onlineshops, Marktplätze wie Amazon/Kaufland, Social Commerce) und die physische Warenwirtschaft werden in einem System zentralisiert. PlentyONE bildet die E-Commerce-Wertschöpfungskette end-to-end ab: Artikeldatenmanagement (PIM), Bestandsmanagement, Auftragsabwicklung, Fulfillment und Kommunikation.

Wichtig zur Abgrenzung: PlentyONE ist hochspezialisiert auf den Handel. Es beinhaltet keine Produktionsplanung (PPS) für Fertigungsbetriebe, keine Personalwesen (HR) und keine klassische Bilanzbuchhaltung. Für diese Bereiche wird PlentyONE in der Regel an Systeme wie DATEV oder spezialisierte Fibu-Software angebunden.

Einsatzfeld: Ambitionierte Händler und Brands (vom KMU bis zum Großunternehmen), die im Multichannel-Handel skalieren wollen und deren Kerngeschäft der Verkauf von Waren über diverse digitale Kanäle ist.  

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ERP-Produkte und Module: Was „gehört“ typischerweise zu einem ERP-System?

Wenn Sie nach „Beispiel ERP-System“ suchen, stoßen Sie oft auf Modulbeschreibungen. Ein ERP ist selten ein monolithischer Block, sondern eine Suite aus verknüpften Anwendungen. Diese Module arbeiten auf einer gemeinsamen Datenbasis.

Typische Prozess-Cluster in einem ERP-System sind:

  • Order-to-Cash (Vertrieb & Auftrag): Vom Angebot über den Auftragseingang bis zur Rechnungserstellung. Hier fließen Daten aus Webshops, Marktplätzen und weiteren digitalen Verkaufskanälen ein.

  • Procure-to-Pay (Einkauf & Beschaffung): Bedarfsermittlung, Lieferantenbestellungen, Wareneingangskontrolle und Eingangsrechnungsprüfung.

  • Lager & Logistik (WMS): Bestandsführung, Lagerplatzverwaltung, Kommissionierung (Pick & Pack) und Versandlabel-Erstellung.

  • Controlling & Reporting: Auswertung von Kennzahlen wie Deckungsbeiträgen, Lagerumschlagshäufigkeit oder Retourenquoten. 

Hinweis

Die Ausprägung variiert stark. Ein Fertigungs-ERP hat tiefe Module für Stücklisten und Arbeitspläne. Ein E-Commerce ERP wie PlentyONE hat stattdessen tiefgreifende Module für Listing-Management auf Marktplätzen und Retouren-Abwicklung, die ein klassisches ERP oft nur rudimentär besitzt.

E-Commerce ERP-Systeme Vergleich: Worauf Händler wirklich achten müssen

Klassische ERP-Vergleiche listen oft Funktionen auf, die für den Onlinehandel irrelevant sind. Für Händler, die über mehrere Kanäle verkaufen (Multichannel), sind andere Kriterien entscheidend, um operative Risiken zu minimieren.

Hier eine Checkliste für die Bewertung von ERP-Systemen im Handelskontext:

Kriterium
Warum wichtig für den Handel Praxisbeispiel
Bestandslogik & Reservierungen Vermeidung von Überverkäufen (Overselling). Ein Artikel wird auf Amazon verkauft. Das System muss ihn sofort für eBay und den Webshop sperren.
Multichannel-Integration Geschwindigkeit und Datenhoheit. Änderungen am Artikeltext sollten zentral im ERP gepflegt und automatisch an Amazon, Otto und Shopify gepusht werden.
Auftragsautomatisierung Skalierbarkeit bei Peaks (z. B. Black Friday). Aufträge, die bezahlt und lieferbar sind, laufen ohne Klick direkt zum Drucker im Lager.
Versand- & Carrier-Anbindung Effizienz im Lager. Das Versandlabel für DHL/UPS kommt direkt aus dem ERP, ohne Copy-Paste in Fremdsoftware.
Retourenprozesse Liquidität und Kundenzufriedenheit. Eine Retoure wird gescannt, der Bestand gebucht und die Gutschrift auf dem Marktplatz ausgelöst – in einem Schritt.
Artikelstruktur & Varianten Datenqualität (PIM). Ein T-Shirt in 5 Größen und 3 Farben muss als Variantenartikel sauber verwaltbar sein, nicht als 15 Einzelartikel.

Der PlentyONE Ansatz: Ein klassisches ERP benötigt für diese Prozesse oft teure Middleware oder Drittanbieter-Tools, um Marktplätze anzubinden. PlentyONE integriert diese E-Commerce-Prozesse nativ im Kern. Das reduziert die Komplexität der IT-Landschaft, da keine separaten „Connectoren“ gewartet werden müssen. Wer jedoch komplexe Fertigungstiefen benötigt, greift eher zu einem Produktions-ERP und bindet PlentyONE für den Handels-Part an. 

Auswahlleitfaden: Welches ERP-System passt zu Ihrem Unternehmen?

Die Wahl des ERP-Systems hängt wesentlich von Ihrer aktuellen Phase und Ihren Wachstumszielen ab. Eine Pauschalempfehlung gibt es nicht, aber klare Indikatoren. 

KMU (< 3 Mio. € Umsatz): Von Excel-Chaos zu stabilen Standardprozessen

In dieser Phase ist das größte Problem oft die Zeit. Manuelle Listen und Copy-Paste-Arbeiten führen zu Fehlern.

  • Fokus: Sie brauchen ein System, das schnell einsatzbereit ist („Out of the Box“) und Ihnen Arbeit abnimmt.

  • Empfehlung: Setzen Sie auf Cloud-Lösungen, die wenig IT-Aufwand erfordern. Wichtig ist, dass Grundprozesse wie Auftrag -> Rechnung -> Versandlabel automatisiert sind. 

Enterprise (ab 3 Mio. € Umsatz und mehr): Skalierung, Stabilität, Prozess-Effizienz

Hier verschieben sich die Anforderungen. Es geht nicht mehr nur um „Funktionieren“, sondern um Governance, Rechte-Management, Massendatenverarbeitung und Internationalisierung.

  • Fokus: Das System muss hohe Lastspitzen aushalten und komplexe Regeln abbilden (z. B. „Wenn Warenkorb > 500€ und Land = CH, dann Versandart X“).

Empfehlung: Suchen Sie nach Systemen mit starker API, Auditierbarkeit und spezialisierten E-Commerce-Funktionen. Ein generisches ERP stößt hier bei Themen wie Marktplatz-Regularien oder Logistik-Performance oft an Grenzen. 

 Entscheidungs-Matrix: 

Ihre Situation
ERP-Fokus sollte sein... Priorität
Viele Verkaufskanäle Multichannel & Bestandslogik Zentralisierung der Bestände (Anti-Overselling)
Viele Varianten/Artikel PIM & Datenstruktur Massendatenbearbeitung & Vererbung
Hohe Retourenquote Retourenworkflow Schnelle Wiederverfügbarkeit der Ware
Internationaler Versand Prozesslogik & Logistik Automatische Zolldokumente & Carrier-Wahl

Typische Fehler bei der ERP-Einführung (und wie Sie sie vermeiden)

Viele ERP-Projekte scheitern nicht an der Software, sondern an der Vorbereitung.

  1. Ziele zu vage definiert: „Wir brauchen ein ERP“ ist kein Ziel. „Wir wollen die Versandzeit um 20 % senken“ ist ein Ziel. Definieren Sie klare operative KPIs.

  2. Schlechte Datenqualität: Wenn Sie schlechte Artikeldaten in ein neues System importieren, automatisieren Sie nur das Chaos. Bereinigen Sie Stammdaten vor der Migration.

  3. Prozesse nicht standardisiert: Versuchen Sie nicht, jeden manuellen Sonderprozess 1:1 in Software nachzubauen. Nutzen Sie die Einführung, um sich an Best-Practice-Standards der Software anzupassen.

  4. Unterschätzte E-Commerce-Last: Ein klassisches ERP kann an seine Grenzen stoßen, wenn am Black Friday tausende Aufträge pro Stunde einlaufen. Testen Sie die Performance unter Lastbedingungen.

  5. Fehlende Verantwortlichkeit: Ernennen Sie interne „Process Owner“. Wenn niemand Entscheidungen trifft, zieht sich das Projekt ewig hin.

Vermeiden Sie diese Fehler, indem Sie eine Lösung wählen, die auf Ihr Geschäftsmodell spezialisiert ist. Im Handel stabilisiert eine E-Commerce-fokussierte Lösung die kritischen Prozesse oft schneller als ein umfangreiches Generalisten-ERP.

PlentyONE als Beispiel für ein E-Commerce ERP-System: Wann es besonders sinnvoll ist

PlentyONE ist kein klassisches ERP für jede Branche, sondern ein Spezialwerkzeug für den E-Commerce. Der Einsatz ist dann operativ sinnvoll, wenn Sie mit den typischen Wachstumsschmerzen des Onlinehandels kämpfen:

  • Multichannel-Komplexität: Sie verkaufen auf Amazon, eBay, Kaufland und im eigenen Shop. Der manuelle Abgleich kostet zu viel Zeit und führt zu Fehlern.

  • Überverkäufe: Ihre Bestände driften auseinander, weil Systeme nicht in Echtzeit synchronisieren.

  • Ineffizientes Order Processing: Ihr Lagerteam braucht zu viele Klicks pro Paket. PlentyONE automatisiert die Kette von Auftrag bis Labeldruck.

  • Versand & Retouren: Sie verlieren Marge durch langsame Retourenabwicklung.

PlentyONE bildet die E-Commerce-Prozesse tiefgreifend ab. Es ersetzt jedoch keine Produktionsstraße und keine Lohnbuchhaltung. Werden diese Bereiche benötigt, fungiert PlentyONE als spezialisiertes „Handels-Herzstück“ in einer Best-of-Breed-Landschaft, oft neben einer klassischen Finanz-Software.

Wenn Sie Ihre Multichannel-Prozesse in einem System stabilisieren wollen, das für genau diese Dynamik gebaut wurde, lohnt sich ein genauerer Blick auf den Unified-Commerce-Ansatz.

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Häufige Fragen zu ERP-System-Beispielen (FAQ)

  • Was ist ein ERP-System-Beispiel?
    Ein praxisnahes Beispiel für ein ERP-System ist der Workflow der Auftragsabwicklung: Ein Auftrag geht ein, das ERP prüft den Bestand, reserviert die Ware, erstellt den Pick-Auftrag für das Lager, druckt das Versandlabel und versendet die Rechnung automatisch. Softwareseitig sind SAP S/4HANA (für Konzerne) oder PlentyONE (für E-Commerce) typische Beispiele. 
  • Was sind bekannte ERP-Systeme?
    Zu den bekannten ERP-Systemen im deutschsprachigen Raum gehören SAP, Microsoft Dynamics 365, Sage, weclapp, Haufe X360, myfactory und PlentyONE. Welche Lösung „bekannt“ ist, hängt stark von der Branche ab – SAP dominiert im Konzernumfeld, PlentyONE im ambitionierten Onlinehandel. 
  • Wie viele ERP-Systeme gibt es?
    Allein im deutschsprachigen Raum gibt es hunderte ERP-Anbieter (Schätzungen gehen von mehreren hundert Lösungen aus). Diese hohe Zahl entsteht durch die starke Spezialisierung auf Branchen (z. B. ERP für Bäcker, ERP für Maschinenbau, ERP für E-Commerce). Eine Auswahl sollte daher immer über Kriterien und nicht über Markenbekanntheit erfolgen. 
  • Was sind ERP-Produkte?
    ERP-Produkte sind Software-Suiten, die aus verschiedenen Modulen bestehen, um Kernprozesse zu integrieren. Typische Module sind Einkauf, Verkauf, Lagerverwaltung, Finanzbuchhaltung und CRM. Je nach Fokus des Produkts (z. B. E-Commerce ERP) verschieben sich die Schwerpunkte hin zu Marktplatz-Anbindungen und Versandlogistik. 
  • Welche ERP-Systeme eignen sich für E-Commerce und Multichannel?
    Für E-Commerce eignen sich Systeme, die über native Schnittstellen zu Marktplätzen (Amazon, eBay) und Shopsystemen verfügen und eine Echtzeit-Bestandslogik bieten. PlentyONE ist ein Beispiel für ein E-Commerce ERP, das genau diesen Unified-Commerce-Ansatz verfolgt. Klassische ERPs benötigen für diese Funktionalität oft zusätzliche Middleware. 
  • Worin unterscheidet sich ein E-Commerce ERP von einem klassischen ERP?

    Ein E-Commerce ERP wie PlentyONE ist auf hohe Transaktionsvolumina, schnelle Logistikprozesse und die Anbindung externer Plattformen (Marktplätze) spezialisiert. Ein klassisches ERP hat seine Stärken oft eher in der Produktionsplanung, der tiefen Finanzbuchhaltung und klassischen B2B-Prozessen. E-Commerce ERPs priorisieren Geschwindigkeit und Konnektivität. 

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