Welche Berichte brauche ich für mein E-Commerce-Geschäft?
Je mehr Berichte, desto besser die Entscheidungen, das klingt plausibel, stimmt in der Praxis aber nicht. Viele Onlinehändler ertrinken in Daten und treffen trotzdem die falschen Entscheidungen. Entscheidend ist nicht die Menge der Berichte, sondern ob sie die richtigen Fragen beantworten.
Für ein solides E-Commerce-Reporting brauchen Sie im Kern vier Berichtstypen: Verkaufsberichte, Bestandsberichte, Finanzberichte und Kanalperformance-Berichte. Diese vier Säulen decken die operativen und strategischen Informationsbedürfnisse ab, die ein Onlinehandel im Tagesgeschäft und für die langfristige Planung benötigt.
Die vier Berichts-Säulen im Detail
Verkaufsberichte zeigen Ihnen Auftragsvolumen, Umsatzentwicklung und Warenkorbwerte — idealerweise nach Kanal, Zeitraum und Produktkategorie aufgeschlüsselt. Ein guter Verkaufsbericht beantwortet auf einen Blick, welche Produkte sich am besten verkaufen, welche Kanäle das stärkste Wachstum zeigen und ob Ihre Umsatzziele erreicht werden. Bestandsberichte geben Auskunft über aktuelle Lagerbestände, Bestandsreichweite und Nachbestellbedarf. Besonders im Multichannel-Handel, wo ein Artikel gleichzeitig auf Amazon, eBay, Kaufland und im eigenen Shop gelistet ist, schützen präzise Bestandsberichte vor Überverkäufen und Lagerleichen. Ohne diese Transparenz riskieren Sie Stornierungen auf Marktplätzen und negative Bewertungen, die Ihre Verkäuferperformance langfristig beschädigen.
Finanzberichte umfassen Zahlungseingänge, offene Posten und Deckungsbeitragsanalysen. Gerade bei verschiedenen Zahlungsarten wie PayPal, Klarna oder Vorkasse müssen Sie den Überblick behalten, welche Zahlungen eingegangen sind und welche noch ausstehen. Wer hier den Überblick verliert, bekommt spätestens bei der Monatsabschluss-Prüfung oder der Vorsteuererklärung Probleme.
Die Kanalperformance-Berichte vergleichen Ihre Vertriebskanäle untereinander: Welcher Marktplatz bringt die höchste Conversion Rate? Wo sind die Retouren am niedrigsten? Wo lohnt sich Werbung am meisten? Diese Berichte helfen bei der Budgetallokation und Kanalstrategie. Ergänzend können saisonale Vergleiche sinnvoll sein, um Vorjahrestrends zu erkennen und Einkauf sowie Lagerplanung entsprechend anzupassen.
Was viele unterschätzen: Berichte sind nur so gut wie die Datenbasis dahinter. Wenn Auftrags-, Bestands- und Finanzdaten in verschiedenen Systemen liegen, verbringen Sie mehr Zeit mit dem Zusammenstellen der Berichte als mit deren Auswertung. Dieser Medienbruch ist einer der häufigsten Gründe, warum datengetriebenes Reporting im Alltag vernachlässigt wird.
PlentyONE vereint genau diese Datenpunkte in einer zentralen Plattform. Die integrierten Performance Dashboards liefern Verkaufszahlen je Kanal auf einen Blick, während die automatisierte Bestandssynchronisierung sicherstellt, dass Ihre Lagerberichte stets aktuell sind. Für detaillierte Kanalanalysen, etwa die Listing-Performance auf eBay mit Klickraten und Konversionsraten, stehen spezialisierte Analyse-Plugins bereit. Da alle Daten aus einer einzigen Quelle stammen, entfallen Inkonsistenzen zwischen verschiedenen Systemen.
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