Welche ERP-Module gibt es für den E-Commerce?
Bevor Sie sich durch Modullisten arbeiten, stellen Sie sich eine einfachere Frage: Wollen Sie wirklich einzelne Bausteine zusammenstecken oder lieber eine Plattform nutzen, in der alles bereits zusammenspielt? Im E-Commerce entscheiden die richtigen Funktionsbereiche darüber, ob Ihr Geschäft skaliert oder stagniert.
Klassische ERP-Systeme sind modular aufgebaut. Sie wählen einzelne Bausteine und kombinieren diese zu Ihrer individuellen Lösung. Für den E-Commerce sind dabei folgende Module typischerweise relevant:
- Produktdatenverwaltung (PIM): Zentrale Pflege aller Artikeldaten, Varianten, Preise und Medien, idealerweise mit kanalspezifischer Steuerung, damit Amazon andere Produkttexte und Bilder erhält als Ihr eigener Onlineshop
- Auftragsabwicklung (OMS): Von der eingehenden Bestellung über die automatische Zahlungszuordnung bis zum Versand mit Statusaktualisierung und Tracking-Benachrichtigung
- Bestandsführung und Lagerverwaltung (WMS): Echtzeit-Synchronisation über alle Kanäle, Multi-Lager-Fähigkeit mit Stellplatzverwaltung, automatische Nachbestellvorschläge bei Mindestbeständen
- Multichannel-Vertrieb: Anbindung an Marktplätze wie Amazon, Zalando, OTTO Market, Kaufland und Preisportale wie idealo oder Google Shopping
- Kundenverwaltung (CRM): Kundenprofile mit Bestellhistorien, Segmentierung nach Kundenklassen und kanalübergreifende Kommunikation
- Prozessautomatisierung: Automatisierte Workflows für wiederkehrende Aufgaben wie Rechnungserstellung, Versandbenachrichtigungen und Retourenabwicklung
Dazu kommen zunehmend Module für Payment-Integration (PayPal, Klarna, easy credit), Fulfillment-Steuerung und internationalen Vertrieb. Gerade der Cross-Border-Handel, etwa über bol.com in die Niederlande, Cdiscount nach Frankreich oder allegro nach Polen, erfordert spezifische Funktionen für Mehrsprachigkeit, Währungen und länderspezifische Steuerregeln. Nicht zuletzt wird auch ein integrierter Onlineshop immer wichtiger, um neben den Marktplätzen einen eigenen, margenstarken Vertriebskanal zu betreiben.
Das Problem mit dem Baukastenprinzip
Der modulare Ansatz klingt in der Theorie elegant. Sie wählen genau die Bausteine, die Sie brauchen. In der Praxis zeigt sich allerdings schnell ein anderes Bild. Jede Schnittstelle zwischen Modulen ist eine potenzielle Fehlerquelle. Wenn Ihr PIM nicht sauber mit dem OMS kommuniziert oder die Bestandsdaten zeitverzögert beim Marktplatz ankommen, entstehen Überverkäufe, falsche Lieferversprechen und manuelle Korrekturarbeit. Je mehr Module Sie kombinieren, desto höher wird der Integrationsaufwand — und desto abhängiger werden Sie von externen Dienstleistern, die diese Integrationen pflegen.
Für kleinere Händler mit einem Webshop und einem Marktplatz kann ein modularer Ansatz funktionieren. Ab dem Moment, in dem Sie drei oder mehr Kanäle bedienen und die Auftragszahlen steigen, wird die Integration einzelner Module zum echten Zeitfresser und zur Wachstumsbremse. Die Pflege der Schnittstellen bindet dann mehr Ressourcen als die eigentliche Geschäftsentwicklung.
PlentyONE vereint alle genannten Funktionsbereiche in einer durchgängigen Plattform. Produktdaten, Aufträge, Bestände, Kundenkommunikation und Multichannel-Vertrieb mit über 150 Kanalanbindungen greifen nahtlos ineinander, ohne Schnittstellenchaos. Der integrierte PlentyONE Shop liefert den eigenen Vertriebskanal gleich mit. Die zentrale Produktdatenverwaltung sorgt dafür, dass Ihre Artikeldaten auf Amazon, Zalando und im eigenen Shop konsistent bleiben, während Sie kanalspezifische Anpassungen bei Bedarf vornehmen können. Mit PlentyONE automatisieren Sie Prozesse visuell per Drag-and-Drop, ohne auf externe Tools oder Programmierkenntnisse angewiesen zu sein. Ein System statt sechs Module.
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