Welche Funktionen braucht eine B2B E-Commerce-Plattform?
Die meisten B2B-Händler verkaufen mit Tools, die für Endverbraucher gebaut wurden. Das funktioniert bis zu einem gewissen Punkt, aber spätestens bei kundenspezifischen Preislisten, Staffelrabatten oder Netto-Rechnungen stößt jede reine B2C-Lösung an ihre Grenzen. B2B E-Commerce stellt fundamental andere Anforderungen an eine Plattform als der klassische Endkundenhandel.
Eine B2B-taugliche E-Commerce-Plattform muss drei Kernbereiche abdecken: flexible Preisgestaltung, komplexe Auftragsabwicklung und eine robuste Kundenverwaltung. Fehlt auch nur einer dieser Bausteine, kompensieren Ihre Mitarbeitenden das mit manuellen Workarounds, die bei wachsendem Volumen nicht skalieren.
Preise und Konditionen
Im B2B-Geschäft gibt es selten einen einheitlichen Preis. Großkunden bekommen andere Konditionen als Gelegenheitskäufer, verschiedene Kundengruppen sehen unterschiedliche Sortimente, und Staffelpreise ändern sich je nach Abnahmemenge. Ihre Plattform muss kundenspezifische und kanalspezifische Preisgestaltung beherrschen, ohne dass Sie für jeden Sonderfall manuell eingreifen müssen. Wenn Sie zusätzlich auf Amazon Business verkaufen, brauchen Sie separate B2B-Angebote mit eigenen Preisstrukturen pro Kanal.
Dazu gehören auch Funktionen wie individuelle Zahlungsbedingungen, Kauf auf Rechnung und die korrekte Handhabung von Netto-Preisen mit länderabhängiger Mehrwertsteuerberechnung. Gerade im internationalen B2B-Handel mit Kunden in der Schweiz, Frankreich oder Polen wird das schnell komplex. Auch Mengenrabatte, die sich automatisch aus der Bestellmenge ergeben, müssen systemseitig abgebildet werden, ohne dass Ihr Vertriebsteam bei jedem Auftrag manuell eingreifen muss.
Auftragsabwicklung und Logistik
B2B-Aufträge sind oft größer, umfassen Teillieferungen und erfordern spezifische Versandwege. Ihre Plattform braucht eine leistungsfähige Lagerverwaltung mit Multi-Lager-Fähigkeit, automatisierte Nachbestellprozesse bei Mindestbeständen und die Anbindung an verschiedene Versanddienstleister. Chargen- und Seriennummernverwaltung ist in vielen Branchen Pflicht, ebenso wie die Rückverfolgbarkeit über Mindesthaltbarkeitsdaten. Eine mobile Lagerlösung, mit der Ihr Team per Scanner kommissioniert und Wareneingänge bucht, beschleunigt die Abwicklung spürbar.
Dazu kommen rechtskonforme Dokumente. E-Rechnungen im X-Invoice- oder Factur-X-Format werden im B2B-Bereich zunehmend gesetzlich vorgeschrieben. Ihre Plattform sollte GoBD-konforme Belege automatisch erstellen können, ohne dass Sie ein separates Buchhaltungstool einbinden müssen.
Kundenverwaltung und Kommunikation
Nicht zu vergessen, viele B2B-Händler verkaufen parallel auch an Endkunden über Marktplätze wie Amazon, eBay oder den eigenen Webshop. Die Plattform muss also beide Welten abbilden können, ohne dass Sie zwei separate Systeme betreiben müssen. Kundenklassen, individuelle Eigenschaften und Handelsvertreter-Zuordnungen helfen, Ihre verschiedenen Abnehmergruppen sauber zu segmentieren. Ein zentraler Posteingang für die Kundenkommunikation verhindert, dass Anfragen zwischen E-Mail, Marktplatz-Nachrichten und Telefon verloren gehen.
Realistisch betrachtet deckt keine Plattform alle B2B-Spezialfälle ab. Besonders bei sehr individuellen Konfigurationsprodukten, komplexen Angebotsworkflows oder branchenspezifischen Freigabeprozessen werden Sie Anpassungen brauchen. Entscheidend ist, dass die Plattform eine offene Architektur mit REST API bietet, über die sich Speziallösungen anbinden lassen.
PlentyONE vereint die zentralen B2B-Funktionen in einer Plattform: kanalspezifische Preisgestaltung, Kundenklassen mit individuellen Eigenschaften, automatische Zahlungszuordnung, Multi-Lager-Verwaltung und GoBD-konforme Dokumentenerstellung inklusive E-Rechnung. Über Integrationen zu Amazon Business und andere B2B-relevante Kanäle erreichen Sie zusätzliche Geschäftskunden, während der integrierte PlentyONE Shop auch als B2B-Storefront dienen kann.
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