Wie migriere ich Produktdaten von einem System in ein anderes?
Produktdatenmigration verläuft in drei Schritten: Export aus dem Quellsystem, Transformation in das Zielformat und Import ins neue System. Der Teufel steckt dabei im zweiten Schritt, der Datentransformation.
Beim Export aus dem alten System haben Sie typischerweise zwei Wege: CSV-Export über die Benutzeroberfläche oder API-basierter Abruf. CSV-Exporte sind einfacher, erfassen aber nicht immer alle Datenfelder. API-Exporte liefern vollständigere Datensätze, erfordern aber technisches Know-how. Exportieren Sie in jedem Fall Ihre Daten vollständig, bevor Sie mit der Transformation beginnen: Produktstammdaten, Varianten, Bilder, Beschreibungen, Preise, Kategoriezuordnungen und Lagerbestände. Vergessen Sie nicht die kanalspezifischen Daten wie Marktplatz-Kategorien, EANs und Hersteller-Artikelnummern.
Die Transformation ist der anspruchsvollste Teil. Jedes E-Commerce-System hat eine eigene Datenlogik. Typische Herausforderungen bei der Produktdatenmigration:
- Variantenstruktur: Ein System verwaltet Farben und Größen als eigene Artikel, das andere erwartet eine Parent-Child-Struktur mit attributbasierten Varianten. Hier entstehen die meisten Fehler.
- Preismodelle: Kanalspezifische Preise, Staffelpreise, Kundengruppen-Preise — diese Logik muss korrekt übersetzt werden, sonst verkaufen Sie Artikel zum falschen Preis.
- Kategorie-Mapping: Ihre alte Kategoriestruktur passt selten 1:1 auf die neue. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Kategorien grundlegend zu überarbeiten.
- Bilder und Medien: Prüfen Sie, ob Bild-URLs nach der Migration noch erreichbar sind oder ob Medien separat heruntergeladen und neu hochgeladen werden müssen.
Im Import-Schritt empfiehlt sich ein iteratives Vorgehen. Beginnen Sie mit einer kleinen Testmenge von 50 bis 100 Artikeln, prüfen Sie das Ergebnis sorgfältig und importieren Sie erst dann den vollständigen Datensatz. Achten Sie beim Testimport besonders darauf, ob Varianten korrekt zugeordnet sind, ob Bilder richtig angezeigt werden und ob kanalspezifische Preise stimmen. Ein häufiger Fehler ist, dass Staffelpreise oder Kundengruppen-Rabatte beim Import verloren gehen, weil sie im Mapping nicht berücksichtigt wurden.
Das sollten Sie wissen: Produktdatenmigration ist selten in einem Durchgang perfekt. Planen Sie mindestens zwei Testläufe ein, bevor Sie den finalen Import durchführen. Besonders bei großen Katalogen mit vielen Artikeln und Attributen spart diese Vorgehensweise am Ende erheblich Zeit und schützt vor bösen Überraschungen im Livebetrieb.
PlentyONE bietet für den Produktdatenimport sowohl CSV-Import als auch eine leistungsfähige REST API. Die zentrale Produktdatenverwaltung ermöglicht attributbasierte Varianten, kanalspezifische Preisgestaltung und mehrsprachige Inhalte in einer konsistenten, zentralen Datenbasis, die für den eigenen PlentyONE Shop, Amazon, eBay, Zalando und alle weiteren Kanäle dient. PlentyONE lässt sich dabei wahlweise als All-in-One-Plattform betreiben oder flexibel an Ihr bestehendes ERP andocken.
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