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FAQ Preisgestaltung

Wie setze ich Preise für verschiedene Marktplätze?

07.06.2026

Einheitliche Preise über alle Marktplätze hinweg? Das klingt effizient, ist aber einer der teuersten Fehler im Multichannel-Handel. Wer auf Amazon, eBay, Zalando und im eigenen Shop denselben Preis ansetzt, verschenkt Marge oder verliert die Buy Box. Kanalspezifische Preisgestaltung ist keine Option, sondern Voraussetzung für profitables Wachstum auf mehreren Vertriebskanälen.

Im Kern geht es darum, für jede Variante eines Artikels mehrere sogenannte Verkaufspreise zu hinterlegen. Jeder Verkaufspreis wird einem bestimmten Kanal zugeordnet, ein Preis für Amazon, ein anderer für OTTO Market, ein dritter für den eigenen Webshop. So können Sie auf preissensitiven Marktplätzen wie Kaufland oder CHECK24 aggressiver kalkulieren, während Sie im eigenen Shop Ihre volle Marge behalten. Gerade bei Preisvergleichsportalen wie idealo oder Google Shopping entscheidet oft der niedrigste Preis darüber, ob Kunden überhaupt klicken.

Worauf es bei der Konfiguration ankommt

Die Zuordnung erfolgt über die sogenannte Auftragsherkunft. Sie legen in Ihrem System einen Verkaufspreis an und aktivieren dort den jeweiligen Marktplatz. Entscheidend ist die Prioritätslogik, wenn mehrere Verkaufspreise für denselben Kanal existieren, wird der spezifischste Preis bevorzugt. Ein Preis, der nur für einen Marktplatz und ein Land konfiguriert ist, hat immer Vorrang vor einem allgemeinen Preis. Diese Hierarchie gilt auch für Währungen, Kundenklassen und Mindestmengen. Auf eBay beispielsweise werden Verkaufspreise zusätzlich nach eBay-Konto priorisiert, was bei internationalen Accounts besonders wichtig ist.

In der Praxis bedeutet das, Sie können granular steuern. Ein Preis für eBay Deutschland in Euro, ein anderer für eBay UK in Pfund, ein dritter als Staffelpreis ab 10 Stück. Das System wählt automatisch den passenden Preis für jede Bestellung.

Preisänderungen werden je nach Marktplatz unterschiedlich schnell übertragen. Bei Kaufland und idealo beispielsweise erfolgt die Aktualisierung innerhalb von 15 Minuten nach einer Änderung. Für einen Massenexport aller Varianten können Sie über die Varianten-Gruppenfunktion die Zeitstempel aktualisieren, sodass Preise, Bestände und weitere Felder im nächsten Synchronisationslauf übertragen werden. Alternativ lässt sich über eine Änderung im Katalog-Mapping ein kompletter Neuexport aller Varianten auslösen.

Die initiale Einrichtung mehrerer Verkaufspreise erfordert Zeit und ein durchdachtes Konzept. Wer fünf oder mehr Kanäle bespielt, muss seine Preisstrategie sauber dokumentieren. Ohne klare Struktur wird die Verwaltung schnell unübersichtlich, und versehentliche Preisüberschneidungen können zu falschen Exporten führen.

PlentyONE löst dieses Problem mit seinem individuellen Preismanagement. Sie definieren kanalspezifische und kundenspezifische Verkaufspreise zentral an der Variante und steuern über die Auftragsherkunft, welcher Preis wohin exportiert wird. Das Prioritätensystem sorgt automatisch dafür, dass immer der passendste Preis verwendet wird. Über Integrationen zu mehr als 150 Kanälen weltweit, von Amazon und Zalando bis hin zu Galaxus und bol.com, werden die richtigen Preise automatisch synchronisiert.

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