METRO Marktplatz: B2B-Kanal für Händler und Lieferanten
Hohe Warenkorbwerte, planbare Wiederbestellungen, kaufkräftige Profi-Kunden – der Handel mit Gastronomie und Hotellerie folgt anderen Regeln als das B2C-Geschäft. Der METRO Marktplatz öffnet Händlern genau diesen Zugang. Ob sich der Kanal lohnt, entscheiden drei Dinge: das Sortiment, der Lagerstandort und die Datenstruktur.
Wenn der Begriff METRO Marktplatz fällt, denken viele zunächst an den gewerblichen oder privaten Einkauf von Lebensmitteln und Gastronomiebedarf. Aus Händlerperspektive ist jedoch die andere Seite spannend: das Verkaufen. Für Händler, Hersteller und Lieferanten stellt sich die Frage, ob sich die Plattform als zusätzlicher Vertriebskanal eignet, welche Voraussetzungen gelten, wie die Gebührenstruktur aufgebaut ist und wie sich der B2B-Kanal operativ in die bestehende E-Commerce-Infrastruktur einbinden lässt.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist der METRO Marktplatz?
- Für wen lohnt sich der Verkauf – und für wen nicht?
- Voraussetzungen: Was Händler erfüllen müssen
- METRO Marktplatz Gebühren: Was kostet der Verkauf?
- Vor- und Nachteile im Überblick
- In wenigen Schritten zum Verkauf
- METRO Marktplatz im Multichannel-Setup
- Fazit: Ein starker Nischenkanal für das B2B-Segment
- Häufig gestellte Fragen
Was ist der METRO Marktplatz?
Der METRO Marktplatz ist eine europäische E-Commerce-Plattform, die sich auf den gewerblichen Handel (B2B) spezialisiert hat. Betrieben wird der Kanal von der METRO Markets GmbH, einer Tochtergesellschaft der Düsseldorfer METRO AG. Der Mutterkonzern ist vor allem für seine stationären Cash-&-Carry-Großmärkte bekannt. Die Tochter METRO Markets wurde im Sommer 2018 gegründet, um das Großhandelsgeschäft auch digital aufzubauen. Im September 2019 ging der erste Marktplatz in Deutschland online. Seitdem positioniert sich die Plattform als spezialisierter B2B-Marktplatz für den Non-Food-Bereich, der externe Händler und Lieferanten direkt mit gewerblichen Einkäufern vernetzt.
Die Reichweite der Plattform ist beachtlich, sollte jedoch stets im Kontext des B2B-Fokus betrachtet werden. Laut METRO AG ist METRO MARKETS in den sechs führenden europäischen HoReCa-Ländern – Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Spanien und Portugal – vertreten und verzeichnete im vergangenen Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung von rund 50 Prozent. Auf Verkäuferseite sind mittlerweile rund 2.400 Partner aktiv, die insgesamt rund 1,3 Millionen Produkte gelistet haben. Diese Zahlen verdeutlichen, dass es sich nicht um einen geschlossenen Marktplatz handelt, sondern um ein offenes, wenn auch kuratiertes Ökosystem. Der Fokus liegt klar auf der Zielgruppe HoReCa, also Kunden aus den Segmenten Hotel, Restaurant und Catering.
Neben dem Heimatmarkt Deutschland treibt das Unternehmen die Internationalisierung kontinuierlich voran und plant laut eigener Strategie regelmäßig weitere Ländermärkte. Für Händler, die bereits grenzüberschreitend agieren oder dies planen, bietet die Plattform somit einen Zugang zu europäischen Kernmärkten unter einer vertrauten Marke.
Dabei gilt eine strikte Regel für das Sortiment: Es darf ausschließlich Neuware angeboten werden. Gebrauchtwaren, B-Ware oder Refurbished-Artikel sind auf der Plattform nicht zugelassen.
Für wen lohnt sich der Verkauf – und für wen nicht?
Viele Onlinehändler suchen kontinuierlich nach Alternativen zu den großen Generalisten wie Amazon oder eBay, um ihre Abhängigkeit zu reduzieren und neue Zielgruppen zu erschließen. Doch nicht jeder Marktplatz passt zu jedem Geschäftsmodell. Der METRO Marktplatz ist ein sehr spezialisierter Kanal. Wer hier erfolgreich sein möchte, muss ein Sortiment anbieten, das den Bedarf von Gastronomen, Hoteliers und Großküchenbetreibern deckt. Zwar ist auch der Verkauf an Endkunden (B2C) technisch möglich, der gesamte Aufbau der Plattform, die Marketingmaßnahmen und die Kundenstruktur sind jedoch auf das B2B-Geschäft ausgerichtet.
Ein Blick auf die zugelassenen Kategorien zeigt deutlich, wo die Schwerpunkte liegen. Wenn Sie Hersteller oder Händler in einem der folgenden Bereiche sind, bietet der Marktplatz ein hohes Potenzial:
- Hotelmöbel & Einrichtung: Betten, Empfangstheken, Lobby-Ausstattung.
- Großküchentechnik: Konvektomaten, Industriekühlschränke, Spültechnik.
- Tisch- und Tafelkultur: Geschirr, Besteck, Gläser in Gastronomie-Mengen.
- Hygiene & Reinigung: Großgebinde an Reinigungsmitteln, Hygienepapier, Spender.
- Einwegverpackungen: Take-away-Zubehör, Pizzakartons, nachhaltige To-go-Lösungen.
- Bürobedarf & Multimedia: Kassensysteme, Monitore, Büromöbel für das Backoffice.
- Garten & Outdoormöbel: Terrassenstrahler, wetterfeste Bestuhlung, Sonnenschirme.
- DIY & Werkzeug: Instandhaltungsausrüstung für das Facility Management.
Für Händler, die Mode, Spielwaren, Schmuck oder primär konsumentenorientierte Unterhaltungselektronik vertreiben, ist dieser Kanal hingegen nicht die richtige Wahl. Auch Anbieter von Lebensmitteln (Food) können diesen speziellen Non-Food-Marktplatz derzeit nicht nutzen. Das Sortiment muss einen klaren Mehrwert für den operativen Betrieb eines gewerblichen Kunden bieten. Wenn dies der Fall ist, profitieren Verkäufer von typischen B2B-Vorteilen: hohe durchschnittliche Warenkorbwerte, große Bestellmengen und eine überdurchschnittlich hohe Rate an Wiederholungskäufen, insbesondere bei Verbrauchsmaterialien wie Verpackungen oder Hygieneartikeln.
Voraussetzungen: Was Händler erfüllen müssen
Bevor der erste Artikel gelistet werden kann, prüft METRO Markets jeden potenziellen Verkäufer sehr genau. Wer METRO-Händler werden möchte, muss einen standardisierten Verifizierungsprozess durchlaufen. Diese Hürden dienen dem Schutz der Plattformintegrität und stellen sicher, dass gewerbliche Einkäufer rechtssichere Rechnungen und zuverlässige Lieferungen erhalten.
Die wichtigste steuerliche Voraussetzung ist das Vorhandensein einer gültigen deutschen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-ID). Ohne diese ist eine Registrierung für den deutschen Marktplatz nicht möglich. Darüber hinaus fordert der Betreiber zwingend ein eigenes Lager in Deutschland. Diese Regelung hat weitreichende Konsequenzen für die Logistik: Reine Dropshipping-Modelle, bei denen die Ware direkt aus Asien oder anderen Drittländern an den Endkunden versendet wird, sind faktisch ausgeschlossen. Auch für ausländische Händler, die den deutschen Markt erschließen wollen, stellt die Pflicht zu einem deutschen Fulfillment-Standort eine strategische Hürde dar, die vorab kalkuliert werden muss.
Zusätzlich müssen im Rahmen des Onboardings verschiedene Dokumente eingereicht werden. METRO arbeitet hierbei nach dem Know-Your-Customer-Prinzip (KYC), das im B2B-Umfeld üblich ist. Folgende Unterlagen werden in der Regel angefordert:
- Kopie des Personalausweises oder Reisepasses der vertretungsberechtigten Person.
- Ein aktueller Handelsregisterauszug (nicht älter als wenige Monate).
- Eine offizielle Bankbestätigung oder ein Kontoauszug, der die Kontoverbindung belegt.
- Eine steuerliche Bescheinigung des zuständigen Finanzamtes.
Schließlich behält sich METRO das Recht vor, das Sortiment zu prüfen und Produkte abzulehnen, die nicht in den HoReCa-Fokus passen oder gegen Plattformrichtlinien verstoßen. Der Verkauf von Gebrauchtwaren ist strikt untersagt. Händler müssen garantieren, dass sie ausschließlich originalverpackte Neuware versenden.
METRO Marktplatz Gebühren: Was kostet der Verkauf?
Im B2B-Handel sind Margen oft spitz kalkuliert, weshalb die Kostenstruktur eines neuen Vertriebskanals entscheidend für dessen Rentabilität ist. Die METRO Marktplatz Gebühren setzen sich aus zwei wesentlichen Komponenten zusammen: einer fixen monatlichen Grundgebühr und einer variablen Verkaufsprovision, die sich nach der jeweiligen Produktkategorie richtet. Versteckte Kosten für das Einstellen von Artikeln (Listing-Gebühren) gibt es in der Regel nicht.
Die monatliche Grundgebühr liegt laut den Vertragsbedingungen bei rund 49,99 Euro (netto). In Anbieter-Konditionen wurde zeitweise auch ein reduziertes Modell kommuniziert, bei dem die Gebühr erst ab einer monatlichen Umsatzschwelle greift. Zudem ist es branchenüblich, dass neue Händler über Promotion-Aktionen einsteigen – häufig wird die Grundgebühr für die ersten Monate erlassen. Verbindlich sind die jeweils aktuellen Konditionen im METRO Seller Office.
Die Verkaufsprovision wird prozentual vom Bruttoverkaufspreis (inklusive Versandkosten) berechnet. METRO teilt das Sortiment dabei in verschiedene Provisionsklassen ein. Die genauen Sätze können sich im Laufe der Zeit ändern und sollten stets tagesaktuell im METRO Seller Office überprüft werden. Basierend auf bisherigen Anbieter- und Drittquellen stellt sich die Struktur wie folgt dar:
Kategorie-Klasse |
Provisionssatz |
Typische Produktsortimente (Beispiele) |
|---|---|---|
Kategorie A |
7 % |
Großküchentechnik, Multimedia & Computer, Kassensysteme |
Kategorie B |
10 % |
Büroausstattung, Werkzeug, Heimwerkerbedarf (DIY) |
Kategorie C |
13 % |
Einwegartikel, Take-away-Verpackungen, Outdoormöbel, Hygiene |
Diese Provisionsstruktur ist im Vergleich zu anderen B2B- und B2C-Marktplätzen wettbewerbsfähig. Besonders bei hochpreisigen Investitionsgütern wie Großküchentechnik (Kategorie A) schont der niedrigere Satz von 7 Prozent die Marge des Händlers. Bei Verbrauchsgütern (Kategorie C) greift der höchste Satz, was Händler durch die Abbildung von Staffelpreisen und den Verkauf von Großgebinden kompensieren sollten. Es ist wichtig, diese Gebühren bereits vorab in die eigene Preiskalkulation und in die Systeme einzupflegen, beispielsweise über ein zentrales E-Commerce-ERP wie PlentyONE, um stets profitable Verkaufspreise auszuspielen.
Vor- und Nachteile im Überblick
Überwiegen die Chancen oder die operativen Hürden? Eine objektive Betrachtung des METRO Marktplatzes zeigt, dass die Plattform starke Alleinstellungsmerkmale besitzt, aber auch spezifische Herausforderungen an die IT und die Prozesse der Händler stellt.
Ein massiver Vorteil ist der Kundenservice. METRO übernimmt den 1st-Level-Support für alle Kundenanfragen. Das bedeutet: Fragen zu Bestellstatus, Rücksendungen oder allgemeinen Themen werden zunächst vom METRO-Team beantwortet. Nur bei tiefgreifenden, produktspezifischen Fragen oder komplexen Reklamationen wird das Ticket an den Händler weitergeleitet. Dies reduziert den internen Support-Aufwand des Verkäufers erheblich. Zudem stellt die Plattform jedem Händler einen persönlichen Seller Business Partner zur Seite, der beim Onboarding und bei der strategischen Entwicklung des Accounts unterstützt. Die Möglichkeit, B2B-spezifische Features wie Mengenrabatte und Staffelpreise abzubilden, rundet das positive Bild ab.
Auf der anderen Seite stehen operative Nachteile, die nicht verschwiegen werden dürfen. Die redaktionelle Produktprüfung durch METRO ist streng und dauert oft mehrere Werktage. Eine schnelle Time-to-Market für spontane Sortimentserweiterungen ist somit kaum gegeben. Ein weiteres, oft unterschätztes Problem ist das fehlende Varianten-Handling im Standard der Plattform. Händler, die beispielsweise einen Gastronomie-Tisch in fünf verschiedenen Größen und drei Farben anbieten, können diese nicht als ein zusammenhängendes Varianten-Listing (Parent/Child) hochladen. Jede Variante muss als separater, eigenständiger Artikel gelistet werden. Dies bläht den Katalog auf und erfordert eine durchdachte Datenstruktur.
Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen Punkte zusammen:
Vorteile |
Nachteile |
|---|---|
Zugang zu einer kaufkräftigen HoReCa-Zielgruppe |
Strenge Produktprüfung verzögert die Time-to-Market |
1st-Level-Kundenservice wird von METRO übernommen |
Keine Varianten-Unterstützung (Artikel müssen einzeln gelistet werden) |
Persönlicher Seller Business Partner für Händler |
Zwingendes Lager in Deutschland schließt Dropshipping aus |
B2B-Features wie Staffelpreise und Mengenrabatte |
Ohne API-Anbindung mühsame manuelle CSV-Datenpflege |
Hohe Warenkorbwerte und Wiederbestellraten |
Nur Neuware zugelassen, starker Fokus auf Non-Food |
In wenigen Schritten zum Verkauf
Fünf konkrete Phasen definieren den Onboarding-Prozess, wenn Sie über METRO online verkaufen möchten. Der Ablauf ist strukturiert und erfordert von Händlerseite vor allem in der Vorbereitung Sorgfalt. Da der Marktplatz großen Wert auf Qualität legt, sollten Sie die Schritte systematisch abarbeiten.
- Eignung und Sortiment prüfen: Klären Sie intern, ob Ihr Sortiment den HoReCa-Fokus trifft, ob Sie ausschließlich Neuware anbieten und ob Ihr Lagerstandort in Deutschland gesichert ist.
- Registrierung im Seller Office: Der zentrale Hub für alle Verkäufer ist das METRO Seller Office (metro-selleroffice.com). Hier legen Sie Ihren Account an und starten den offiziellen Registrierungsprozess.
- Dokumenten-Upload und KYC-Prüfung: Laden Sie alle geforderten Dokumente (USt-ID, Handelsregisterauszug, Ausweiskopien, Bankbestätigung, Steuerbescheinigung) im Portal hoch. Anschließend warten Sie die Freigabe ab. In dieser Phase steht Ihnen der Seller Business Partner oft schon begleitend zur Seite.
- Produktdaten und Preise anlegen: Sobald der Account freigeschaltet ist, beginnt die operative Arbeit. Sie laden Ihre Produktdaten hoch – entweder manuell per CSV-Datei oder automatisiert über eine API-Anbindung. Vergessen Sie nicht, B2B-spezifische Staffelpreise zu pflegen, um für Großabnehmer attraktiv zu sein.
- Produktprüfung und Verkaufsstart: Jedes neu angelegte Produkt durchläuft eine Prüfung durch METRO. Dies kann einige Werktage in Anspruch nehmen. Nach erfolgreicher Freigabe sind Ihre Artikel live und der Verkauf beginnt. Ab diesem Zeitpunkt müssen Aufträge abgewickelt und Bestände laufend synchronisiert werden.
Hinweis für einen schnellen Start: Sammeln Sie alle KYC-Dokumente (Handelsregisterauszug, Steuerbescheinigung etc.) bereits in aktuellen Versionen, bevor Sie die Registrierung starten. Veraltete Dokumente sind der häufigste Grund für Verzögerungen im Onboarding-Prozess.
METRO Marktplatz im Multichannel-Setup
Mit jedem zusätzlichen Verkaufskanal steigt die Komplexität in der operativen Abwicklung. Wer neben dem eigenen Onlineshop bereits auf Plattformen wie Amazon, eBay, OTTO oder Kaufland verkauft, kennt das Problem: Wenn ein weiterer Kanal wie der METRO Marktplatz hinzukommt, droht ohne ein zentrales System das pure Datenchaos.
Wenn Händler versuchen, den METRO Marktplatz isoliert zu betreiben, stoßen sie schnell an ihre Grenzen. Produktdaten müssen manuell per CSV-Datei aufbereitet und hochgeladen werden. Da METRO keine Varianten unterstützt, müssen die Daten aus dem eigenen Shop oft mühsam umgeschrieben und vereinzelt werden. Das größte Risiko liegt jedoch in der Bestandsführung. Verkauft sich ein Artikel auf Amazon, muss der Bestand bei METRO manuell reduziert werden. Geschieht dies nicht zeitnah und automatisch, kommt es unweigerlich zu Überverkäufen – ein Vorfall, der bei B2B-Kunden zu massiven Beschwerden führt und das Ranking auf dem Marktplatz nachhaltig schädigt.
Um solche Szenarien zu vermeiden, ist der Einsatz einer zentralen E-Commerce-ERP-Lösung unerlässlich. Mit einer Multichannel-Plattform wie PlentyONE lassen sich Marktplätze wie der METRO Marktplatz zentral steuern – die Anbindung erfolgt über das offizielle Metro-Plugin. Das System fungiert dabei als Single Source of Truth: Produktdaten werden einmalig zentral angelegt und automatisiert an die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Marktplatzes angepasst, inklusive der Auflösung von Varianten in Einzelartikel für METRO.
Noch wichtiger ist die Bestands- und Auftragsverwaltung. Ein Multichannel-Vertrieb mit PlentyONE stellt sicher, dass Bestände über alle angebundenen Kanäle hinweg synchronisiert werden. Geht eine Bestellung über METRO ein, wird der Auftrag direkt in die zentrale Warenwirtschaft importiert, der Bestand auf allen anderen Plattformen automatisch reduziert und der Pick- & Pack-Prozess im Lager angestoßen. So wird ein anspruchsvoller B2B-Kanal beherrschbar, ohne dass Sie ein weiteres isoliertes Insel-Tool in Ihre IT-Landschaft integrieren müssen.
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Fazit: Ein starker Nischenkanal für das B2B-Segment
Die Entscheidung, den METRO Marktplatz als neuen Vertriebskanal zu erschließen, hängt maßgeblich von Ihrem Sortiment und Ihrer logistischen Aufstellung ab. Wenn Sie Produkte vertreiben, die in der Gastronomie, Hotellerie oder in Großbüros benötigt werden, und über ein Lager in Deutschland verfügen, bietet Ihnen diese Plattform einen direkten Zugang zu einer kaufkräftigen B2B-Zielgruppe in sechs europäischen Kernmärkten.
Die klare B2B-Ausrichtung, unterstützt durch Funktionen wie Staffelpreise und einen entlastenden 1st-Level-Kundenservice, macht den Kanal hochattraktiv. Um die operativen Hürden wie fehlende Varianten-Unterstützung und drohende Überverkäufe zu meistern, ist eine professionelle technische Infrastruktur jedoch Pflicht. Mit PlentyONE automatisieren Händler den Multichannel-Vertrieb und skalieren neue Marktplätze profitabel und ohne manuellen Mehraufwand.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist der METRO Marktplatz?
Es handelt sich um einen spezialisierten europäischen B2B-Online-Marktplatz der METRO Markets GmbH. Die Plattform richtet sich primär an gewerbliche Einkäufer aus der Gastronomie, Hotellerie und dem Catering (HoReCa) und fokussiert sich auf ein breites Non-Food-Sortiment.
Wer kann auf dem METRO Marktplatz verkaufen / wie wird man Händler?
Verkaufen können Hersteller, Lieferanten und Händler, die ein passendes Non-Food-Sortiment anbieten. Um Händler zu werden, muss man sich im METRO Seller Office registrieren, den KYC-Prüfprozess durchlaufen und die strengen Richtlinien des Betreibers (z. B. nur Neuware) akzeptieren.
Was kostet der Verkauf auf dem METRO Marktplatz (Gebühren)?
Die Kosten setzen sich in der Regel aus einer monatlichen Grundgebühr von ca. 49,99 Euro und einer Verkaufsprovision zusammen. Die Provision variiert je nach Produktkategorie und liegt laut bisherigen Anbieterangaben zwischen 7 % (z. B. Großküchentechnik), 10 % (z. B. Bürobedarf) und 13 % (z. B. Einwegartikel). Verbindlich sind die aktuellen Konditionen im METRO Seller Office.
Welche Produkte / welches Sortiment sind erlaubt?
Erlaubt ist ausschließlich Neuware aus dem Non-Food-Bereich, die einen Nutzen für die HoReCa-Branche hat. Dazu zählen unter anderem Gastronomiebedarf, Hotelmöbel, Großküchentechnik, Hygieneartikel, Büroausstattung und Einwegverpackungen. Lebensmittel (Food) und Gebrauchtwaren sind nicht gestattet.
Welche Voraussetzungen müssen Händler erfüllen?
Händler benötigen zwingend eine deutsche Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-ID) und müssen ihr Inventar in einem Lager in Deutschland vorhalten. Zudem müssen offizielle Dokumente wie Handelsregisterauszug, Ausweiskopien und steuerliche Bescheinigungen zur Verifizierung eingereicht werden.
In welchen Ländern ist der METRO Marktplatz aktiv?
Der Marktplatz startete 2019 in Deutschland und expandiert seitdem kontinuierlich in Europa. Aktuell ist die Plattform unter anderem auch in Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und den Niederlanden für Käufer und Verkäufer aktiv.
Lohnt sich der METRO Marktplatz für Händler?
Für Anbieter von Gastronomiebedarf, Möbeln, Reinigungsmitteln oder Großküchentechnik lohnt sich der Kanal enorm, da er direkten Zugang zu einer kaufkräftigen B2B-Zielgruppe mit hohen Warenkorbwerten bietet. Für Händler von reinen B2C-Konsumgütern (wie Fast Fashion oder Spielwaren) oder Dropshipper ohne deutsches Lager ist die Plattform hingegen ungeeignet.