Sie haben Fragen? Sprechen Sie mit unseren Experten.

Ob Fragen oder Herausforderungen – unser Expertenteam unterstützt Sie gerne. Gemeinsam finden wir die beste Lösung, um Ihr Online-Business nach vorn zu bringen.

FAQ

Was brauche ich, um Shopware mit Metro zu verbinden?

17.06.2026

Metro unterscheidet sich von klassischen B2C-Marktplätzen in zwei wesentlichen Punkten: eigene Pflichtfelder für B2B-Käufer-Verifikation und eine kategorieabhängige Provisions-Logik, die auf Netto- statt Bruttopreisen basiert. Für die Anbindung brauchen Sie ein verifiziertes Händlerkonto bei Metro, ein sauberes Mapping Ihrer Produktdaten auf die B2B-Pflichtattribute sowie eine Sync-Schicht, die Bestände, Preise und Aufträge zwischen Shopware und Metro automatisiert überträgt. Shops, die bereits mehrere Vertriebskanäle betreiben, profitieren von einer zentralen Multichannel-Lösung, die alle Kanäle aus einer Datenbasis steuert.

Metro in Stichworten

Metro Markets ist die B2B-Großhandelsplattform des METRO-Konzerns und richtet sich primär an Wiederverkäufer sowie Unternehmen aus der Gastronomie und dem Handel (HoReCa, SCO, Trader). Die Plattform ist in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien und Polen aktiv und wächst als Marktplatz-Geschäft innerhalb des etablierten METRO-Ökosystems. Das Käufer-Modell setzt auf Verifikation: Nur verifizierte B2B-Käufer erhalten Zugang. Großmengen-Pricing und B2B-spezifische Konditionen prägen das Sortimentsprofil, das von Lebensmitteln bis zu Haushaltswaren und Elektronik reicht.

Die wichtigsten Marktplatz-Daten

  • Reichweite: Storefronts in DE, AT, FR, IT, ES, PL; bei Verkäufen in mehrere EU-Länder ist die OSS-Registrierung umsatzsteuerlich zu klären
  • Verkaufsprovision: kategorieabhängige Provision für B2B-Transaktionen; konkrete Sätze werden im Rahmen der Händler-Onboarding-Vereinbarung festgelegt
  • Logistik: kein zentrales Fulfillment-Programm; Händler liefern selbst; Versand- und Retourenrichtlinien müssen an Metro übergeben werden
  • Listing-Pflichtfelder: GTIN, Kategoriezuordnung, Netto- und Bruttopreisangaben, B2B-Pflichtattribute je Produktkategorie
  • Weitere Spezifika: Käufer-Verifikation durch Metro; Großmengen-Pricing erfordert separate Preisebenen neben Einzel-Listenpreisen

Anbindungs-Checkliste

  • Metro-Händlerkonto anlegen, B2B-Identifikation und Steuerdaten einreichen und die Freischaltung abwarten
  • Sortimentsdaten gegen Metro-Pflichtfelder mappen: GTIN, Kategorie, Netto- und Bruttopreise sowie B2B-Pflichtattribute je Kategorie prüfen
  • Versandkosten, Lieferzeiten, Retourenregeln und länderspezifische Steuersätze für alle aktiven Märkte konfigurieren
  • Connector oder Multichannel-Lösung zwischen Shopware und Metro aufsetzen, die Bestände, Preise und Aufträge automatisiert synchronisiert
  • Inventar-, Order- und Pricing-Sync aktivieren; Netto-Preislogik für B2B-Käufer gesondert testen und mit Testbestellungen abnehmen

Was sollten Sie vor dem Livegang abschließend prüfen?

  • Preisdurchlauf: Netto- und Bruttopreise sowie Großmengen-Preisebenen einmal vollständig vom Shopware-Shop bis ins Metro-Listing verfolgen — stimmt jede Stufe?
  • Belegkette: Eine Testbestellung inklusive Rechnung und Versandbestätigung komplett durchspielen, bevor echte B2B-Aufträge eingehen
  • Länderlogik: Steuersätze, Retourenregeln und Lieferzeiten für jede aktivierte Storefront einzeln kontrollieren
  • Datenvollständigkeit: GTIN- und Attributabdeckung im Sortiment prüfen, damit Listings ohne Nacharbeit freigegeben werden
  • Zuständigkeiten: Festlegen, wer Käuferanfragen beantwortet und wer bei Listing-Fehlern eingreift

Tägliche Aufgaben nach dem Go-Live

B2B-Marktplätze wie Metro bringen einen operativen Mehraufwand, den viele Händler unterschätzen. Planen Sie ausreichend Zeit für das Aufsetzen korrekter Netto- und Bruttopreisstrukturen ein, weil B2B-Preisebenen oft getrennt von den Shop-Standardpreisen gepflegt werden. Typische Stolperstellen nach dem Go-Live:

  • Netto-Preislogik stimmt nicht mit Metro-Anforderungen überein und führt zu Listing-Fehlern
  • Großmengen-Preisstufen fehlen oder sind nicht korrekt hinterlegt, was Rückfragen von verifizierten Käufern auslöst
  • Bestandsdifferenzen entstehen, wenn Lagermengen nur für manuell synchronisierte Produkte abgeglichen werden

Hinzu kommt der Cross-Border-Aspekt: Wer in Frankreich, Italien oder Polen verkauft, muss länderspezifische Steuersätze und OSS-Meldepflichten im Blick behalten. Diese operativen Daueraufgaben summieren sich schnell. PlentyONE kann als zentrale Steuerungsschicht helfen, Preise, Bestände und Aufträge über alle Kanäle konsistent zu halten.

Passt Metro zu Ihrem Shopware-Setup?

Für Shopware-Händler ist Metro vor allem dann interessant, wenn bereits ein gewerblicher Kundenanteil existiert oder das Sortiment für Gastronomie und Handel geeignet ist. Die entscheidende Vorfrage ist die Preislogik: Wo werden künftig Netto-Preise, Großmengen-Preisebenen und die zugehörigen Steuerausweise gepflegt — im Shop, in der Sync-Schicht oder in einer zentralen Multichannel-Plattform? Je klarer diese Antwort vor dem Start ausfällt, desto weniger Preisfehler landen später im Marktplatz-Listing. Auch die Wahl der Connector-Variante für Shopware sollte sich an dieser Frage ausrichten: Die passende Anbindung ist die, die Ihre Preisstruktur ohne Umwege abbildet und mit Ihrem konkreten Setup zusammenarbeitet.

Warum lohnt der Blick auf die Auftragsabwicklung?

B2B-Aufträge unterscheiden sich in der Abwicklung spürbar von B2C-Bestellungen: Gewerbliche Käufer erwarten korrekte Rechnungen mit sauberer Netto-Logik, verlässliche Lieferzusagen und klare Kommunikation bei Verzögerungen. Prüfen Sie deshalb, wie Metro-Aufträge in Ihre Shopware-Abläufe einlaufen: Werden sie automatisch importiert, mit den richtigen Belegen versehen und mit Versandbestätigung an den Marktplatz zurückgemeldet? Jeder manuelle Zwischenschritt in dieser Kette ist eine potenzielle Fehlerquelle — und fällt bei wachsendem Auftragsvolumen zunehmend ins Gewicht.

Wie starten Sie mit überschaubarem Aufwand?

Ein bewährter Einstieg: Beginnen Sie mit einer einzelnen Storefront und einem Kernsortiment, dessen Daten- und Preispflege Sie vollständig im Griff haben. Damit halten Sie die Zahl der beweglichen Teile klein — eine Steuerlogik, ein Länder-Setup, eine überschaubare Listing-Zahl. Erst wenn Auftragsimport, Rechnungsstellung und Bestandsabgleich über einen längeren Zeitraum stabil laufen, folgen weitere Artikel und zusätzliche Länder-Storefronts mit den zugehörigen OSS-Pflichten. Diese Staffelung kostet am Anfang etwas Geduld, verhindert aber die typische Situation, in der Preisfehler und Bestandsabweichungen auf mehreren Märkten gleichzeitig korrigiert werden müssen — und sie macht den Ausbau des Kanals zu einer Entscheidung, die Sie auf Basis echter Zahlen treffen.

Skalieren ohne Tool-Wildwuchs

PlentyONE bindet Shopware über eine Connector-Anbindung an, verfügbar als Plugin oder als Middleware-Lösung. Einen einzelnen Standard-Connector gibt es nicht; die passende Variante hängt vom Setup ab. Die Metro-Integration läuft auf derselben zentralen Datenbasis: Bestände, Aufträge und Preise werden aus einer Quelle koordiniert, kanalspezifische Datenzuordnung übernimmt die B2B-Preislogik für Metro, und jeder weitere Marktplatz kommt hinzu, ohne den Pflegeaufwand linear zu erhöhen. Die Steuerung läuft über eine zentrale Steuerungsschicht, die Shopware-Shop, Metro und weitere Kanäle verbindet. Für Händler, die Metro als dauerhaften B2B-Kanal neben dem Shop betreiben wollen, ist PlentyONE je nach Setup die strukturierte Grundlage für skalierbares Multichannel-Geschäft.

Starten Sie den 30-Tage-Test und richten Sie Metro parallel zu Ihrem Shopware-Shop ein, ohne Migration und ohne neuen Tool-Stack.

Kostenlose Demo

Finden Sie heraus, welche Prozesse heute Zeit und Marge kosten, welche Abläufe sich sinnvoll automatisieren lassen und ob ein ERP-System wie PlentyONE der richtige nächste Schritt für Ihr Wachstum ist – neutral, praxisnah und ohne Verpflichtung.

Passend dazu: METRO als Vertriebskanal mit PlentyONE. Praxisnah wird es im Beitrag Der METRO-Marktplatz im Überblick.