Wie behalte ich den Überblick über Finanzen bei mehreren Vertriebskanälen?
Mehr Vertriebskanäle bedeuten nicht zwangsläufig mehr Buchhaltungssysteme. Das Gegenteil ist richtig. Finanzielle Übersicht im Multichannel-Handel entsteht nicht durch mehr Tools, sondern durch weniger, nämlich durch ein zentrales System, das alles zusammenführt.
Viele Händler starten mit einer überschaubaren Struktur: ein Shop, ein Bankkonto, eine Excel-Tabelle. Mit jedem neuen Kanal, Amazon, eBay, Zalando, OTTO Market, kommen eigene Seller-Dashboards, eigene Abrechnungsberichte und eigene Gebührenmodelle hinzu. Plötzlich haben Sie fünf verschiedene Quellen für Umsatzdaten, und keine davon zeigt das Gesamtbild. Das ist nicht nur unübersichtlich, sondern auch gefährlich: Ohne konsolidierte Finanzdaten treffen Sie Entscheidungen auf Basis unvollständiger Informationen.
Der Schlüssel liegt in der zentralen Auftragsverwaltung. Wenn jeder Verkauf, egal ob vom Marktplatz, dem eigenen Shop oder dem stationären Geschäft, in einem einzigen System erfasst wird, haben Sie jederzeit eine konsolidierte Sicht auf Ihre Finanzen. Sie sehen auf einen Blick, welcher Kanal welchen Umsatz generiert, welche Gebühren anfallen und wie sich Ihre tatsächliche Marge nach Abzug aller Kosten entwickelt.
Was der finanzielle Überblick konkret umfasst
Ein vollständiges Finanzbild im E-Commerce beinhaltet mehr als nur Umsatzerlöse. Marktplatzgebühren, Versandkosten, Retouren, Zahlungsdienstleister-Provisionen und Werbeausgaben müssen einbezogen werden. Erst wenn Sie all diese Posten kanalweise aufschlüsseln, erkennen Sie, ob ein Marktplatz tatsächlich profitabel ist oder nur Umsatz ohne Gewinn generiert. Ein Beispiel: Ein Artikel, der auf Amazon 39,90 Euro bringt, kann nach Abzug von Provision, FBA-Gebühren und Werbekosten nur noch 5 Euro Deckungsbeitrag liefern, während derselbe Artikel im eigenen PlentyONE Shop ohne Marktplatzgebühren 18 Euro Deckungsbeitrag erzielt.
Wichtig ist auch der Blick auf den Cashflow. Marktplätze zahlen mit unterschiedlichen Verzögerungen aus, Amazon nach 14 Tagen, manche Plattformen erst nach 30 oder mehr Tagen. Wenn Sie diese Zahlungsverzögerungen nicht einkalkulieren, kann es trotz hoher Umsätze zu Liquiditätsengpässen kommen. Ein zentrales System, das Zahlungseingänge trackt und offene Forderungen übersichtlich darstellt, schützt Sie vor solchen Überraschungen.
Ehrlich gesagt: Selbst das beste zentrale System liefert nur dann aussagekräftige Finanzdaten, wenn die Stammdaten stimmen. Wenn Einkaufspreise nicht gepflegt oder Gebühren nicht korrekt hinterlegt sind, bleiben Ihre Auswertungen lückenhaft. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Kostendaten regelmäßig zu aktualisieren.
PlentyONE konsolidiert alle Aufträge aus über 150 angebundenen Kanälen in einer zentralen Auftragsverwaltung. Zahlungen werden automatisch zugeordnet, Belege GoBD-konform erstellt und offene Posten im integrierten Forderungsmanagement nachverfolgt. Die Auftragsherkunft zeigt Ihnen für jeden Verkauf, über welchen Kanal er eingegangen ist, sodass Sie kanalübergreifende Finanzanalysen erstellen können, ohne zwischen verschiedenen Dashboards wechseln zu müssen.
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