Wie setze ich individuelle Preise für verschiedene Kundengruppen?
Stattdessen sollten Sie sich fragen, wie viele Preisstrukturen Ihr Geschäftsmodell wirklich erfordert. Individuelle Preise für verschiedene Kundengruppen sind im E-Commerce Standard: B2B-Kunden erwarten Netto-Preise und Mengenrabatte, Stammkunden möchten belohnt werden, und Händler brauchen ganz andere Konditionen als Endverbraucher.
Die Umsetzung funktioniert über sogenannte Kundenklassen und Verkaufspreise. Sie definieren zunächst Ihre Kundengruppen, etwa Endkunden, Händler, Großkunden oder Mitarbeiter. Für jede dieser Gruppen hinterlegen Sie eigene Verkaufspreise an Ihren Artikeln. Ein T-Shirt kostet für Endkunden 29,90 Euro, für Händler 18,50 Euro netto und für Großkunden ab 100 Stück 15,00 Euro netto. Der Kunde sieht im Shop nur den Preis, der seiner Kundenklasse entspricht, alles andere bleibt verborgen.
Im Multichannel-Handel wird das noch differenzierter. Sie können Preise nicht nur nach Kundengruppen, sondern auch nach Vertriebskanälen steuern. Der Preis auf Amazon kann anders sein als im eigenen PlentyONE Shop, und B2B-Preise gelten vielleicht nur im geschlossenen Händlerbereich Ihres Onlineshops, nicht aber auf öffentlichen Marktplätzen. Diese Flexibilität ist entscheidend, weil Marktplatzgebühren die Kalkulation für jeden Kanal unterschiedlich beeinflussen.
Typische Preisstrukturen im E-Commerce
- B2C-Standardpreise: Bruttopreise für Endverbraucher, sichtbar auf allen öffentlichen Kanälen
- B2B-Nettopreise: Händlerkonditionen ohne Mehrwertsteuer, oft nur im geschützten Shopbereich verfügbar
- Staffelpreise: Mengenabhängige Rabatte für Groß- oder Wiederholungskäufer
- VIP-/Stammkundenpreise: Vergünstigungen für loyale Kunden, die einen bestimmten Umsatz erreicht haben
- Aktionspreise: Zeitlich begrenzte Sonderkonditionen, die gezielt für bestimmte Kundengruppen gelten können
Die Kombination aus Kundenklassen und kanalspezifischen Preisen ermöglicht es, hochgradig differenzierte Preisstrategien abzubilden. Ein Hersteller kann beispielsweise seinen Endkunden im eigenen Shop den vollen Preis berechnen, über Marktplätze einen leicht reduzierten Preis anbieten und seinen Fachhändlern über einen passwortgeschützten B2B-Bereich nochmals günstigere Konditionen einräumen.
Ein wichtiger Hinweis: Individuelle Preise bedeuten auch erhöhte Komplexität in der Pflege. Wenn Sie für 1.000 Artikel je fünf Kundengruppen separate Preise hinterlegen, pflegen Sie potenziell 5.000 Preise. Prozentuale Regeln und automatische Preisberechnungen auf Basis des Standardpreises reduzieren diesen Aufwand erheblich.
PlentyONE bietet ein umfassendes Verkaufspreismanagement mit Kundenklassen, kanalspezifischen Preisen und mengenbezogenen Staffeln. Sie definieren Verkaufspreise mit beliebig vielen Bedingungen : Kundenklasse, Kanal, Mindestmenge, Währung, Land und das System zeigt jedem Kunden automatisch den passenden Preis an. Die Kundenprofile in der integrierten Kundenverwaltung speichern alle relevanten Informationen inklusive Bestellhistorie und Kundensegmentierung, sodass Sie Ihre Preisstrategien gezielt umsetzen können. Auch Gutscheine und Rabattcodes lassen sich kundenklassenspezifisch erstellen.
Kostenlose Demo
Finden Sie heraus, welche Prozesse heute Zeit und Marge kosten, welche Abläufe sich sinnvoll automatisieren lassen und ob ein ERP-System wie PlentyONE der richtige nächste Schritt für Ihr Wachstum ist – neutral, praxisnah und ohne Verpflichtung.