Welche ERP-Anbieter gibt es?
Der ERP-Markt ist groß und unübersichtlich. Zu den bekanntesten Anbietern gehören SAP, Oracle, Microsoft, Sage, Infor und Haufe. Doch für E-Commerce-Unternehmen ist die relevantere Frage, welche Anbieter den Onlinehandel als Kerngeschäft verstehen und nicht nur als Zusatzfunktion anbieten.
Grob lassen sich ERP-Anbieter in drei Kategorien einteilen:
- Konzern-ERPs wie SAP S/4HANA, Oracle NetSuite und Microsoft Dynamics 365 sind mächtige Systeme mit breitem Funktionsumfang, aber hoher Komplexität und entsprechenden Kosten. Primär für große Unternehmen und Konzerne konzipiert, dauert die Implementierung in der Regel mehrere Monate und erfordert spezialisierte Berater.
- Mittelstands-ERPs wie Sage, Haufe X360, weclapp oder Scopevisio sind schlankere Systeme, die typische Geschäftsprozesse wie Buchhaltung, Warenwirtschaft und CRM abdecken. Oft als Cloud-Lösung verfügbar und mit deutlich geringerem Einstiegsaufwand.
- Branchen-ERPs sind Speziallösungen für bestimmte Branchen – etwa Fertigung, Handel oder Dienstleistung. Hier finden sich auch die E-Commerce-spezifischen Plattformen.
Das Passgenauigkeits-Problem im E-Commerce
Für E-Commerce-Unternehmen liegt das Problem oft in der Passgenauigkeit. Die meisten der genannten Systeme stammen aus der klassischen Betriebswirtschaft. Multichannel-Vertrieb, Marktplatz-Anbindungen, automatisierte Versandprozesse und eine zuverlässige Bestandssynchronisation gehören dort nicht zum Standardumfang. Diese Funktionen müssen über Drittanbieter-Plugins oder individuelle Programmierung nachgerüstet werden, was Kosten und Komplexität erhöht.
Ein konkretes Beispiel: Sie möchten neben Amazon und eBay auch auf Zalando, OTTO Market und Kaufland verkaufen. Bei einem generischen ERP benötigen Sie für jeden Marktplatz einen separaten Konnektor, oft von verschiedenen Drittanbietern. Jeder Konnektor hat eigene Update-Zyklen, eigene Supportverträge und eigene Fehlerquellen. So entsteht statt eines integrierten Systems eine fragile Kette aus Einzellösungen, die bei jedem Update brechen kann.
Deshalb hat sich neben den klassischen ERP-Anbietern eine eigene Kategorie etabliert. E-Commerce-ERP-Plattformen, die Warenwirtschaft, Auftragsmanagement und Multichannel-Vertrieb von Grund auf integriert anbieten. Diese Systeme sprechen die Sprache des Onlinehandels: Listings, kanalspezifische Datenzuordnung (bei PlentyONE auch Channel Map genannt), Retourenmanagement und Marktplatz-Compliance sind keine Fremdwörter, sondern Kernfunktionen. Auch die Anbindung von Versanddienstleistern und Zahlungsanbietern wie PayPal oder Klarna gehört bei diesen Plattformen zum Standard.
Wichtig ist: Ein ERP-System muss zu Ihrem Geschäftsmodell passen. Ein Fertigungsunternehmen hat andere Anforderungen als ein Multichannel-Händler. Lassen Sie sich nicht von Feature-Listen blenden, sondern prüfen Sie, ob die für Sie kritischen Prozesse tatsächlich abgedeckt sind. Fragen Sie nach Referenzkunden aus Ihrer Branche und testen Sie das System vor der Entscheidung.
PlentyONE gehört zur Kategorie der E-Commerce-ERP-Plattformen und wurde speziell für den Onlinehandel in der DACH-Region entwickelt. Die Plattform bietet zahlreiche Integrationen zu Kanälen und Marktplätzen, darunter Amazon, eBay, Zalando, OTTO Market, Kaufland, Galaxus und internationale Plattformen wie bol.com und allegro. Die integrierte Auftragsabwicklung umfasst GoBD-konforme Dokumentenerstellung, automatische Zahlungszuordnung und Versand über zahlreiche Dienstleister. Wiederkehrende Abläufe automatisieren Sie direkt in PlentyONE per Drag-and-Drop. Wer bereits SAP, Microsoft Dynamics oder ein anderes klassisches ERP einsetzt, kann PlentyONE alternativ über offene Schnittstellen flexibel anbinden.
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