Welche Multichannel-Software gibt es für Online-Händler?
Die meisten Händler suchen eine Multichannel-Software und finden stattdessen ein neues Problem. Denn der Markt ist unübersichtlich, die Versprechen klingen ähnlich, und die Unterschiede zwischen den Lösungstypen sind gravierend. Wer hier die falsche Wahl trifft, tauscht ein Problem gegen ein anderes.
Grundsätzlich lassen sich Multichannel-Lösungen in drei Kategorien einteilen:
- Reine Konnektoren und Listing-Tools verbinden Ihren bestehenden Shop oder Ihr ERP mit einzelnen Marktplätzen. Sie übertragen Produktdaten und synchronisieren Bestände, mehr nicht. Auftragsabwicklung, Lagerverwaltung und Kundenkommunikation laufen weiterhin in separaten Systemen. Für den Einstieg mit ein bis zwei Kanälen kann das ausreichen, doch mit wachsender Komplexität stoßen diese Tools schnell an ihre Grenzen.
- Klassische ERP-Systeme mit Multichannel-Erweiterungen wie SAP oder Microsoft Dynamics bieten mächtige Funktionen, sind aber auf den E-Commerce-Alltag oft schlecht zugeschnitten. Die Anbindung neuer Marktplätze kann Wochen dauern, Updates sind aufwendig und die Kosten übersteigen das Budget vieler mittelständischer Händler deutlich.
- E-Commerce-ERP-Plattformen vereinen Produktdatenmanagement, Auftragsabwicklung, Lagerverwaltung, Versand und Marktplatzanbindungen in einem System. Statt Daten zwischen verschiedenen Tools hin- und herzuschieben, arbeiten alle Bereiche mit einer gemeinsamen, zentral gepflegten Datenbasis.
Daneben gibt es Nischenlösungen für spezifische Anwendungsfälle, reine Amazon-Tools, spezialisierte PIM-Systeme oder Versandplattformen, die sich auf die Logistik konzentrieren. Diese können sinnvoll sein, wenn Sie nur einen sehr begrenzten Bedarf haben. Für Händler, die ernsthaft im Multichannel wachsen wollen, führen sie jedoch oft zu genau dem Flickenteppich an Systemen, den man eigentlich vermeiden wollte.
Ein entscheidender Unterschied liegt auch in der Frage, ob die Software nur als Konnektor zwischen bestehenden Systemen fungiert oder ob sie selbst die zentrale Datenbasis stellt. Konnektoren vervielfachen die Schnittstellen und damit die potentiellen Fehlerquellen. Eine integrierte Plattform hingegen arbeitet mit einer konsistenten, zentral gepflegten Datenbasis, aus der heraus alle Kanäle bedient werden. Das reduziert nicht nur den Pflegeaufwand, sondern auch die Wahrscheinlichkeit inkonsistenter Daten.
Das sollten Sie bei der Auswahl beachten: Die beste Software nützt wenig, wenn sie nicht zu Ihrem Geschäftsmodell passt. Ein Händler mit 500 Artikeln und zwei Kanälen hat andere Anforderungen als ein Unternehmen mit 50.000 SKUs auf zehn Marktplätzen. Prüfen Sie deshalb nicht nur die Feature-Liste, sondern auch Skalierbarkeit, Onboarding-Aufwand und laufende Kosten.
PlentyONE positioniert sich als E-Commerce-ERP- und Multichannel-Plattform, die alle wesentlichen Handelsprozesse in einem System bündelt. Von der Produktdatenverwaltung über die automatisierte Auftragsabwicklung mit über 20 Versanddienstleistern bis hin zu Integrationen für Amazon, eBay, Zalando, OTTO Market, Kaufland und viele weitere Kanäle deckt PlentyONE den gesamten Workflow ab. Der integrierte PlentyONE Shop erspart ein separates Shopsystem, die zentrale Lagerverwaltung synchronisiert Bestände kurzgetaktet, und direkt in PlentyONE lassen sich wiederkehrende Abläufe ohne Programmierkenntnisse automatisieren. Strukturierte Onboardings, Self-Service-Ressourcen und ein breites Partnernetzwerk erleichtern den Einstieg unabhängig von Ihrem technischen Vorwissen.
PlentyONE Vertriebsteam kontaktieren
Ob Fragen oder Herausforderungen – unser Expertenteam unterstützt Sie gerne. Gemeinsam finden wir die beste Lösung, um Ihr Online-Business nach vorn zu bringen.