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ERP & Warenwirtschaft FAQ

Welches sind die besten ERP-Systeme?

23.06.2026

Gibt es das eine beste ERP-System? Nein. Die entscheidende Frage lautet: Welches passt am besten zu Ihrem Geschäftsmodell? Ein ERP, das für einen Maschinenbauer perfekt funktioniert, kann für einen Onlinehändler völlig ungeeignet sein. Der Markt bietet Hunderte von Lösungen, und die Auswahl hängt von Branche, Unternehmensgröße und Vertriebsstrategie ab.

Zu den bekanntesten ERP-Systemen im DACH-Raum zählen SAP (S/4HANA und Business One), Microsoft Dynamics 365, Oracle NetSuite, Sage und Haufe X360. Diese Systeme sind branchenübergreifend ausgelegt und bieten Module für Finanzen, Einkauf, Produktion und Personalwesen. Für Unternehmen mit Schwerpunkt auf Fertigung oder Dienstleistung können sie die richtige Wahl sein.

Warum Onlinehändler andere Anforderungen haben

Wenn Ihr Kerngeschäft der Onlinehandel ist, verschieben sich die Prioritäten grundlegend. Statt Produktionsplanung und Maschinensteuerung brauchen Sie Marktplatz-Integrationen, eine zuverlässige Bestandssynchronisation über mehrere Kanäle und eine Auftragsabwicklung, die hunderte Bestellungen pro Tag aus verschiedenen Quellen verarbeiten kann. Klassische ERP-Systeme liefern das oft nicht von Haus aus , die Folge, teure Individualprogrammierung oder ein Flickenteppich aus Zusatztools, der die versprochene Effizienz eines ERP-Systems wieder zunichtemacht.

Vorsicht: Die Lizenzkosten sind bei vielen Enterprise-ERP-Systemen nur die Spitze des Eisbergs. Implementierung, Schulung, Datenmigration und laufende Anpassungen können die Initialkosten um das Drei- bis Fünffache übersteigen. Bei SAP Business One etwa rechnen Beratungshäuser mit Implementierungsprojekten von sechs bis zwölf Monaten, Zeit, in der Ihr Tagesgeschäft parallel weiterlaufen muss.

Neben den großen Anbietern gibt es spezialisierte Cloud-ERP-Lösungen wie weclapp, Xentral oder Billbee, die sich an kleinere E-Commerce-Unternehmen richten. Diese sind schneller eingerichtet und oft preiswerter, stoßen aber bei wachsender Komplexität, etwa wenn Sie international expandieren oder viele Marktplätze gleichzeitig bedienen, an ihre Grenzen.

Dennoch sollten Sie ehrlich prüfen, ob Ihre Anforderungen tatsächlich über den E-Commerce hinausgehen. Wenn Sie parallel eine eigene Produktion, ein Filialnetz oder komplexe Konzernstrukturen steuern, kann ein Allround-ERP trotz höherer Kosten die sinnvollere Wahl sein. Die teuerste Lösung ist immer die, die nicht zu Ihren Prozessen passt.

Für Händler, deren Geschäft primär im Onlinehandel liegt, bietet PlentyONE eine spezialisierte E-Commerce-ERP-Lösung. Statt ein generisches System auf Handelsprozesse zurechtzubiegen, erhalten Sie Warenwirtschaft, Auftragsverwaltung, Lagermanagement und den Zugang zu zahlreichen Vertriebskanälen, von Amazon über Zalando und OTTO Market bis hin zu internationalen Plattformen wie bol.com, allegro und Galaxus, aus einer Hand. PlentyONE automatisiert dabei kanalübergreifende Prozesse, der PlentyONE Shop liefert Ihren eigenen Webshop ohne Zusatzsoftware, und Payment-Anbieter wie PayPal und Klarna lassen sich direkt anbinden. Wer bereits ein klassisches ERP wie SAP oder Microsoft Dynamics im Einsatz hat, kann PlentyONE alternativ über offene Schnittstellen flexibel an die bestehende Systemlandschaft andocken.

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