Wie funktioniert kanalspezifisches Preismanagement?
Ein Preis für alle Kanäle? Das klingt fair, ist aber betriebswirtschaftlich naiv. Jeder Marktplatz hat andere Provisionsmodelle, andere Wettbewerbssituationen und andere Kundenerwartungen. Wer auf Amazon denselben Preis ansetzt wie im eigenen Shop, verschenkt entweder Marge oder Wettbewerbsfähigkeit.
Kanalspezifisches Preismanagement bedeutet, dass Sie für jedes Produkt unterschiedliche Verkaufspreise je Vertriebskanal definieren können. Auf Amazon kalkulieren Sie die Verkäufergebühren ein. Auf Zalando berücksichtigen Sie die Provisionsstruktur. Im eigenen Onlineshop setzen Sie einen attraktiveren Preis an, weil keine Marktplatzgebühr anfällt. Bei internationalen Kanälen wie bol.com in den Niederlanden oder allegro in Polen kommen zusätzlich Währungsunterschiede und länderspezifische Steuerregelungen hinzu. Die Herausforderung: All das muss zentral steuerbar sein, ohne dass Sie für jede Preisänderung in mehrere verschiedene Backends springen.
In der Praxis funktioniert das über Verkaufspreise, die an bestimmte Herkünfte, Kundenklassen oder Währungen geknüpft sind. Sie legen einen Basispreis fest und definieren Abweichungen je Kanal. Manche Händler arbeiten mit prozentualen Aufschlägen auf den Basispreis, andere mit fixen Kanalpreisen. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist, dass das System diese Logik abbilden kann, ohne dass Sie jede Änderung manuell nachziehen müssen.
Die Zeitersparnis ist enorm. Statt 500 Artikel auf jedem Kanal einzeln zu pflegen, passen Sie die Preislogik zentral an und lassen die Aktualisierung automatisch ausspielen. Bei einer saisonalen Preisanpassung oder einer Rabattaktion ändern Sie die Regel einmal, und alle Kanäle werden gleichzeitig aktualisiert. Besonders wertvoll wird das bei größeren Sortimenten mit hunderten oder tausenden Varianten.
Ein oft übersehener Aspekt ist die kundenspezifische Preisgestaltung. B2B-Kunden erwarten häufig individuelle Konditionen, die sich von den Endkundenpreisen unterscheiden. Wer diese Anforderung mit separaten Preislisten in Excel abbildet, verliert schnell den Überblick. Ein integriertes Preismanagement ordnet Kundenklassen automatisch die richtigen Konditionen zu.
Nicht vergessen, auch die Währungsumrechnung spielt bei internationalen Kanälen eine wichtige Rolle. Wer auf bol.com in den Niederlanden oder Cdiscount in Frankreich verkauft, muss Preise in der richtigen Währung darstellen. Ein System, das mehr als 30 Währungen unterstützt und die Umrechnung automatisiert, nimmt Ihnen hier erhebliche manuelle Arbeit ab.
Bedenken Sie jedoch: Zu aggressive Preisunterschiede zwischen Kanälen können bei Kunden Irritation auslösen, und manche Marktplätze haben eigene Preisparitätsrichtlinien. Informieren Sie sich vorab über die Regeln jeder Plattform, bevor Sie differenzierte Preisstrategien umsetzen.
PlentyONE bietet ein individuelles Preismanagement, das kanalspezifische und kundenspezifische Preisgestaltung ermöglicht. Sie definieren Verkaufspreise pro Herkunft und können für jeden Ihrer Kanäle individuelle Preise hinterlegen. Von Amazon über OTTO Market und Kaufland bis hin zu internationalen Marktplätzen wie Cdiscount oder XXXLutz steuern Sie alles aus einer Oberfläche. Gleichzeitig bleibt Ihre zentrale Datenbasis als Single Source of Truth erhalten, und kanalspezifische Anpassungen verändern nie den Kerndatensatz.
Kostenlose Demo
Finden Sie heraus, welche Prozesse heute Zeit und Marge kosten, welche Abläufe sich sinnvoll automatisieren lassen und ob ein ERP-System wie PlentyONE der richtige nächste Schritt für Ihr Wachstum ist – neutral, praxisnah und ohne Verpflichtung.